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werden, und durch die zweckmäßigsten Vorrichtungen nicht allein dem Scheintodten die schnellste Hülfe geleistet werden kann, sondern aucf). bei dem wirklich Tobten vor der Beerdigung die vollständigsten Z-ichen des Todes abgewartet werden müssen. — Durch die Uebergabe der Verstorbenen an die genannte Anstalt wird also nicht allein die Gefahr, lebendig begraben zu werden, vollständig beseitigt, sondern auch die Einwirkung der für die Gesundheit der Hinterbliebenen höchst nachtheiligen, durch die Verwesung sich entwickelnden Ausdünstung, gänzlich verhindert.
Der Arzt der Anstalt, Herr Dr. Stammler, wird dafür besorgt sein, daß die Bestimmung derselben vollständig erfüllt, und Sitte und Anstand durchaus nicht verletzt werden, weshalb auch, sobald Leichen ausgenommen worden sind, ohne des Arzses zuvor eingeboirc Erlaubnis?, die für jene bestimmten Appartements von Niemanden betreten werden dürfen.
Gießen den 3. Juni 1842.
Der Gr. Bürgermeister Gg. Reiber.
Versteigerungen.
842) Die Stabt Gießen läßt
Montag den 6. Juni d. I., Vormittags 9 Ubr, auf dem hiesigen Rathhause die Fertigung von 200,000 Lehmsteinen zum Realscbuibau parthicn- weise und an mehrere Unternehmer wenigstforderno versteigern, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß der Lehm und die Trocknenplätze von der Stadt gestellt werden, und jeder Steigerer eine annehmbare Camion leisten muß.
Gießen den 29. Mai 1842.
Der Gr. Bürgermeister Gg. Reiber.
Arbeits Versteigerung.
839) Montag den 13. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Bureau des Unterzeichneten die Fertigung von Chauffeepsählen und Ortstafeln auf die Hauptstraße von Butzbach über Gießen und Lollar bis zur kurkessischen Grenze, bestehend in:
Zimmerarbeit, veranschlagt zu 87 fl. 46 kr.
Schreinerarbeit „ „ 45 „ 36 „
Weißbinderarbeit ,, „ 130 „ 32 „
an die Wcnigstsordcrnden versteigert werden.
Die Voranschläge und Bedingungen, liegen aus erwähntem Bureau zur Einsicht der Steiglicbhaber offen.
Gießen den 1. Ium 1842.
Der Großhl. Provinzialbaumeister Hofmau n.
800) Versteigerung von Bauarbeitcn.
Die zur Vergrößerung des Schulsaales in dem Schulhause zu Allendorf an der Lumda erforderlichen Arbeiten, bestehend in
Maurerarbeit, veranschlagt zu 208 fl. Zfl kr.
Zimmerarbeit .....214 „ 25 „
Dachdeckcrarbeit.....87 „ 24 ,,
Schreinerarbcit.....210 „ 9 „
Schlosserarbeit.....74 „ 48 „
Glaserarbeit......96 „ 4 „
Weißbinderarbeit .... 76 „ 37 „
sollen "
Mittwoch den 8. Juni l. I., Vormittags 11 Uhr, in dem Rathhause daselbst an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden.
Plan, Voranschläge und Versteigerungsbedingungen liegen den hierzu Lusttragendeu in dem Bureau des Großh. Bürgermeisters daselbst zur Einsicht offen.
Gießen den 25. Mai 1842.
Der Großhl. Hess. Provinzialbaumeister Hofmann.
Versteigerung von Banarbelten.
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Schreinerarbeit Schlosserarbeit Glaserarbeit
22
50
30
Weißbinderarbeit „ „ 178 „ 36 „
in dem Geschäftslokale des Unterzeichneten an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden.
Die Voranschläge und Bedingungen liegen den Steiglustigen in erwähntem Lokale zur Einsicht offen.
Gießen den 1. Juni 1842.
Der Großhl. Provinzialbaumeister
„ 53
„ 198
„ 70
/, 36
840) Montag den 13. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen die zur 1842r Unterhaltung der hiesigen Centralgebäude erforderlichen Arbeiten, bestehend in
Maurerarbeit, veranschlagt zu 125 fl. 41 kr. Zimmerarbeit
Ho.sman n.
833) Dienstag den 14. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, soll auf der Geschäftsstude der unterzeichneten Stelle die Lieferung von 140 Stecken Buchen - Scheitholz an den Wcnigstnehmenden versteigert werden, wozu man die Steigliebhaber einladet.
Gießen den 27. Mai 1842.
Großh. Hess. Universitäts-Rentamt. Martin.
846) Mit der schon angezeigten Bücherversteigerung im Äühnöl'schen Hause wird


