277

£203) Donnerstag den 2. September d. Z., Vormittags 9 Uhr, wird das Grummetgras von den, den Erben des Herrn Carl Müller dahier zustehcnden, in der Schwarzlach, hinter dem Für­stenbrunnen und in der Wiesecker Au gelegenen, ohngefähr 12 Morgen haltenden Wiesen, an den Meistbietenden versteigert und der Anfang am Gasthaus zum Pfau gemacht.

Steigliebhabcr wollen sich daselbst einfinden. Gießen den 26. August 1841.

1229) Künftigen Donnerstag den 2 Septem­ber d. Z., Vormittags um 10 Übr, soll das dies­jährige Grummetgras von den diesigen Gemcin- dewiesen, worauf sich starkes Gras befindet, so­wie circa 2 Morgen Hafer, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Der Anfang ist auf der Obcrlache.

Wicseck den 27. August 1841.

Der Großh. Bürgermeister L a n g.

1233) Künftigen Donnerstag den 2. Septem-, der d I., Vormittags um 10 Uhr, soll von den Wiesen des Herrn Fuhrmanns Leng in der Schä­ferei dahier, das diesjährige Grummetgras von 1£ Morgen auf der Speck, auf Ort und Stelle an den Meistbielenden versteigert werden.

1230) Das auf den der Pfarrei Reiskirchen gehörigen, ohngefähr 10 Morgen enthaltenden. Wiesen befindliche Grummetgras wird künftigen Mittwoch, den 1. September, Vormittags um 10 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend ver­steigert werden.

Feilgeborene Sachen.

1228) Durch neue Sendungen veranlaßt, bringe ich hiermit die nachbeincrkten Maaren in empfehlende Erinnerung, alö:

Schweizer-, Limburger- und Rahmkäse, neue holländische Häringe, Sardellen, Capern, Ci- tronen, Düsseldorfer Senf, feinsten Weinessig, französische Limonade. Ferner Nordhäuser Frucht-, Pomeranzen- und Kirschenbrandwcin, Bischof-Essenz, Cöllnisch Wasser, Stearinlichter (letztere jetzt zu dem billigen Preise von 36 fr. und 38 fr.), feinsten Perlen-, Heysan- und Blumcnthee, Pecco mit und ohne Blüthcn, grüne und schwarze Thcespitzen, Pariser Cho- colade mit und ebne Gewürz. Alle Sorten Cigarren, Rollen-Portoricos und Varinas.

L. I a h r e i s.

1204) Eine Parthie gut gemachtes Heu, so­wie ein runder Kochofen, sind zu verkaufen. Ausgeber dieses sagt wo?

1158) Möglichst vollkommene Beleuchtung durch Kmupeu und Docht.

Hierzu muß natürlich der Docht so vorgerich- tet sein, daß in dem kleinen Gasapparat das damit entwickelte, Oelgas vollkommen mit weißer Flamme verbrennen, was aber durch die rohen baumwollenen und gewichsten Dochte nie völlig und ohne Nachtheil geschehen konnte. Denn wäh­rend man in Folge des damit erzeugten, bald matt und dunkel werdenden Lichtes veranlaßt wird, den Docht zu laug aus der Lampe heraus zuziehen und oft abzuputzen, verbrennt derselbe nicht nur viel zu schnell, sondern es wird auch bei gelbem flackerndem Lichte eine Menge unbe­nutztes Leuchtgas als das Zimmer schwärzender 'Rauch vetloren. Aber die hierzu erfundenen, nach physikalisch-chemischen Grundsätzen fabrrcirterr Spardochte entsprechen dem Zwecke vollkommen, wofür die Empfehlung des verehrtichen Gewerbvereins in Berlin und der schon weit verbreitete Ilbsatz bürgt. Denn man kann dadurch im Vergleich mit den alten Dochten ein viel stärkeres, ganz weißes, nicht rauchendes, dem Auge wohlthätiges Licht erzeugen und viel Oel ersparen, wobei sie nach 6 bis 8 stündigem Brennen kaum einmal abge-, , putzt zu werden brauchen, daher viel länger an­halten, im Preise billig sind und somit bedeuten­de Vortheile gewähren, welche man gegen die schlechten Dochte umsonst hat.

Diese ächten, mit der Chiffre des Erfinders versehenen Spardochte nicht zu verwechseln mit den unbrauchbaren Nachgemachten sind nebst Gebrauchsanweisung zu haben bei

Herrn I. G. Appel in Gießen.

1202) Ein Viertel Kartoffeln, größtenthcils blaue, ohnweit dem Schießhauö gelegen, ist zu verkaufen; auch das Viertel auf mehrere Jahre zu verleihen. . Herr Flurschütz Jung ertheilt nähere Auskunft.

1207) Mein in der sogen. Jndengasse gele­gener, zu einem Magazin, oder auch zu einem Wohnhause sich eignender Ban mit zwei gediehlten Böden, einer Tenne, Holzplatz und Keller, ist aus freier Hand zu verkaufen; auch kann das Kaufgeld gegen genügende Sicherheit verzinslich stehen blei­ben. Balser, Buchbinder.

1211) Alter Hafer, das Malter zu 3 fl.20ke., ist zu haben bei I. Bramm.