Ausgabe 
23.1.1841
 
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wogegen aber auch kein Holz- und Tintengeld, welches in jenem Schulgelde mitbegriffen ist, in Zukunft wehr bezablt wird.

In der höberen Mädchenschule und der damit zu verbindenden Vorbereitungsschule werden jährlich in Allem 12 st. bezahlt, und der Zeitpunkt, wo diese nebst der neu errichteten 3. Mädchenschule eröffnet werden sollen, ist nahe.

Die Konfirmanden bezahlen übrigens für den besonderen Religionsunterricht, den sie von den be­treffenden Lehrern ihrer Schule außer den gewöhnli­chen Schulstunden noch erhalten, wie bisher, 1 fl. 30 fr. in die Stadtkasse.

Indem man dieses vorläufig zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man, daß der Schul­plan, welcher ganz in der Kürze erscheint, über die weiteren Einrichtungen und den Unterricht selbst sich gründlich und erschöpfend verbreiten wird. Gießen den 13. Januar 1841.

Der Großh. Bürgermeister Schneider.

97) Diejenigen Eitern oder Vormünder von Conscriptionspflichtigcn, welche bei der dies­jährigen Nekrutirung Depotansprüche machen wol­len , haben solche sogleich, jedenfalls aber vor Abnahme der Ortsliste bei der unterzeichneten Behörde anzubringen, weil später angebrachte nicht berücksichtigt werden können.

Gießen den 22. Januar 1841.

Der Großh. Bürgermeister Schneider.

87) Alle, welche Schul - und Holzgelder von den Stadtschulen, so wie Schulgelder von der Realschule für das vierte Quartal 1840 zu bezahlen haben, werden hierdurch aufgefordert, dieselben binnen 8 Tagen an die Stadtkasse zu berichtigen.

Gießen den 20. Januar 1841.

Der Stadtrechner

N e r n.

Versteigerungen.

1605) Donnerstag den 28. Januar 1841, Nachmittags 2 Uhr, soll das den Söhnen des Konrad Schwan jnn. dahier zustehende

Gasthaus zum Schwanen, bestehend in dem Gasthaus, einem neuen Seiten­bau nebst Stallung, Waschhaus, einer großen Scheuer, Remise und Kegelbahn mit Hofraum, 85,1 Klafter oder 25,Ruthen, in der Wallkhmstraße gelegen, sodann

Wohnhaus mit Anbau, neben vorbemerktem Gasthaus stehend, enthält 17 Klafter Grundfläche,

öffentlich meistbietend, auf dahiesigem Nathbaus versteigert werden. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung eröffnet, können aber auch schon vorher bei unterzeichneter Behörde ein­gesehen werden.

Gießenden 3. Dezember 1840.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.

92) Auf freiwilliges Ansuchen deö Post­packers Johannes Haus dahier sollen nachbe­merkte, demselben zustcheude Güterstucke, alS:

1) ISO Klstr. oder 33 Ruth. Acker zwi­schen dem Mittel- und Wetzlarer Weg, zehutsrei;

2) 78 D Klftr. oder 23 Ruth. Acker am

alten Feld, auf's Bruch stoßend, zehnlfrei;

8) 106 Klfter. oder 31 Ruth. Acker bei den Gärten am alten Feld, zhtfr.;

4) 153 Klftr. oder 45 Ruth. 5 Sch. Gar­ten am obersten Niegclpfad, neben Johann Philipp Hoch, zehnlfrei, mit Gartenhaus,

Montag den 1. Februar, Nachmittags 2 Uhr, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 19. Januar 1841,

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.

1679) Montag den 25. Januar 1841, Nachmittags 2 Uhr-, sollen auf dahiesigem Nath« Haus nachbcmerkte Immobilien, der Wiltwe und den Kindern des Metzgers Peter Weidig dahier zustehend, als:

1) Wohnhaus auf der Mäusburg neben Ja­cob Berger, mit 7 Klftr. oder 2 Ruth. Grundfläche,

2) halbe Scheuer mit Stall, mit 17 Klftr. oder 5 Ruth. Grund und Hofraum neben Philipp Jacob Berger und Ludwig Tasche,

3) 10 Klftr. oder 3 Ruth. Acker am Wies- marer Weg an Heinrich Simon, 2. Kl. zehtbr.,

4) 400 Klaftr. oder 119 Ruth. Acker am Schwarzacker, auf den Leihgcsterner Weg stoßend, an Christian Löber, zehntfrei, giebt 1 Meste Korn dem Kasten,

5) 455 Klftr. oder 134 Ruth. Acker hinter dem Steinborn an Bc^th. Kochs Wittwe, zehntfrei,

6) 112 Klftr. oder 33 Ruth. Wiese am Heeg­strauch an Karl Löber,

7) 266 Klftr. oder 78 Ruth. Wiese daselbst, neben vorigem Etück, zchntfrei.