Ausgabe 
11.9.1841
 
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Feilgebotcnc Sachen.

1158) Möglichst vollkommene

Beleuchtung durch Lumpen

und Docht.

Hierzu muß natürlich der Docht so vorgerich- >et sein, daß in dein kleinen Gasapparat das damit entwickelte Lelgas vollkommen mit weißer Flamme verbrenne, was aber durch die rohen baumwollenen und gewichsten Dochte nie völlig und ohne Nachtheil geschehen konnte. Denn wäh­rend man in Folge des damit erzeugten, bald matt und dunkel werdenden Lichtes veranlaßt wird, den Docht zu lang ans der Lampe heraus­zuziehen und oft -abzuputzen, verbrennt derselbe nicht nur viel zu schnell, sondern es wird auch bei gelbem flackerndem Lichte eine Menge unbe­nutztes Leuchtgas als das Zimmer schwärzender Rauch verloren. Aber die hierzu erfundenen,

nach physikalisch-chemischen Grundsätzen fabricirteN Gpar Dochte entsprechen dem Zwecke vollkommen, wofür die Empfehlung des verehelichen Gewerbvereins in Berlin und der schon weit verbreitete Absatz bürgt. Denn man kann dadurch im Vergleich mit den alten Dochten ein viel stärkeres, ganz weißes, nicht rauchendes, dem Auge wohlthätiges Licht erzeugen und viel Oel ersparen, wobei sic nach 6 bis 8 stündigem Brennen kaum einmal abge­putzt zu werden brauchen, daher viel länger an- balten, im Preise billig sind und somit bedeuten­de Vortheile gewähren, welche man gegen die schlechten Dochte umsonst hat.

Diese ächten, mit der Chiffre des Erfinders versehenen Spardochte nicht zu verwechseln mit den unbrauchbaren Nachgemachten sind nebst Gebrauchsanweisung zu haben bei

Herrn I. G. Appel tn Gießen.

1265) Altmodische Spitzen, Points und Flü­gelspitzen, sowie antikcsilberne Becher, zu 1 fl. 45 fr. das Loth, werden zu kaufeu gesucht bei

A. Kausur. Worms, Antiquar, JL.it C M 148 auf dem Seltersweg.

1267) Hamburger Stick- und Mode-Strick­wolle, alle Arten Futterzcugc, abgepaßtc Schube, Sherting, Tüll und Spitzen, Eisen, Zwirn rc. empfiehlt 5it_ billigen Preisen

F. H o l b e r g, am Marktplatz.

1280) Guter alter Hafer, das Malter zu 3 fl. 12 fr. bei I. Bram m.

1269) Obst-Leitern sind zu verkaufen oder zu verleihen bei Heinrich L a u d o n,

Lit. C M 65 in der Wolkengasse.

Zur werthen Beachtung!

1276) Große Parthien aller Sorten Futter­zeuge, Knöpfe, Seide, Nähgarne, u. s. w. habe ich sehr billig cingekauft, und erlaube mir, diese Artikel bestens zu empfehlen.

Herrn. G o l d m a n n.

1287) Rechte holländische Häringe, ä 4 fr. per Stück, bei I. G. A p p e l.

1289) Von Bayerischem Lagerbier habe ich neue Sendung erhalten.

L. Z a h r e i s.

1246) Eine neue reiche Auswahl:

Moussclines de laine, Napolitaines, Crepp Rachel, ßombasets, Mantelstoffe, Echar- pes, Fichus, Coliiers, Shawls, Schlei­ern rc.,

kann ich zu sehr billigen Preisen empfehlen.

M. Heß, Lit. A M 55.

1207) Mein in der sogen. Zudengasse gele­gener, zu einem Magazin, oder auch zu einem Wohnhause sich eignender Bau mit zwei gediehlten Böden, einer Tenne, Holzplatz und Keller, ist aus freier Hand zu verkaufen; auch kann das Kaufgeld gegen genügende Sicherheit verzinslich stehen blei« den. Balser, Buchbinder.

Zu vermietkmi.

1290) 1300 fl. sind gegen genügende Sicher­heit in hiesige Stadt auszuleihcn. Das Nähere ist zu erfahren bei Ausgeber dies. Bl.

1274) 400 fl. Vormnndschaftsgclder liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Bei wem? sagt Ausgeber dieses Blatts.

1191) In Lit. CM 68 in der Wolkengaffc ist ein Logis zu vermictheu, bestehend aus 3 Stuben, Kabinet, Küche, Kammer, Keller und Holzstal!, welches sogleich bezogen werden kann.

1200) In meinem neu erkauften Haufe auf dem Neuenweg, an Herrn Heyer's Garten stoßend, ist eine Familicnwohnung zu vermicthen; dieselbe besteht aus zwei Stuben, einer Kammer, Küche, Theil am Keller, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche und kann Ende Septembers bezogen werden. Justus Kann.