Ausgabe 
10.7.1841
 
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» Viertev Nechenschafts - Bericht

der

Serlinischen Lebens-Versicherungs-Gtselischast.

Am 21. April legte die Direktion der Berlinischen Lebens-Versichernngs- Gesellschaft in der jährlichen General-Versammlung ihrer Actionairs Rechnung über das vergangene Geschäfts- Jahr ab, in Folge welcher die statutenmäßige Revision nunmehr Statt gefunden hat, und die Dccharge der Direktion ertbeilt worden ist.

Das Jahr 1840 ist im Vergleich zu den früher» drei Jahren des Bestehens der Gesellschaft das Günstigste, und hat daher zu einem noch erfreulichcrn Abschlüsse gefühlt.

Die Zadl und der Wertb der Anmeldungen zur Versicherung sind mit denen von 1839 un­gefähr gleich geblieben, und bestehen in 925 Personen mit Einer Million und 15,700 Thalcrn, von weichen 95 Personen mit 127,900 Thulcrn abgelehnl werden mußten, und außerdem 17 Personen mit 31,500 Thalern aus andern Gründen zurück traten, so daß mithin 813 Personen mit 856,300 Thalern als im Jahr 1840 ausgenommen zu betrachten sind. Werden diese zu dem Bestände dcS Jahres 1839 von 2 644 Personen mit 3,023,200 Thalern hinzugezählt, und die Verstorbenen und Ausg e sch i e t> ene ti wieder abgerechnet, so ergiebt sich ein reiner Zuwachs von 606 Personen mit 714,300 Tkaler», und mithin für den Jahresschluß die lausende versicherte Summe von Drei Millionen und 737,300 Thalern unter 3230 Personen.

Es sind 50 Ster befalle mit nicht mehr als 41,750 Thalcrn (1839 starben 32 Personen mit. 34,300 Thalern) cingetrcten, welches den besonders vortheilhaften Abschluß mit einem Ueberschusse von 73,003 Thalern 3 Sgr. 6 Pf. möglich machte, und zwar nachdem zuvor die unfirirten Unkosten gedeckt sind, und ein vergrößerter Reserve-Fonds von 164,554 Thalern zurückgestcllt wurde.

Die Prämien-Ei nn ahme ist auf 14 3,517 Thaler und das gesummte Gesell­schafts-Vermögen auf Eine Million und 289,640 Tbalcr gewachsen.

Die öffentliche Meinung, welche sich zu Gunsten unseres Instituts, wie die vorstehend bezeich­neten Ergebnisse thatsächlich darlegen, ausspricht, ladet uns nicht allein zur dankenswerthen Aner­kennung ein, sondern berechtigt uns. zu der angenehmen Erwartung, daß sich dasselbe eines ferneren Wachsthums zu erfreuen haben wird. Um diesen zu befördern, empfehlen wir die Geschäfts-Pro­gramme, welche in unsrem Geschästs-Locale, Spandauerstraße JVo. 29, so wie bei allen Agenten der Gesellschaft unentgeltlich zu haben sind, zur Lesung; man wird sich leicht die Ueberzeugung verschaf­fen, wie die Gesellschaft bemüht gewesen ist, Zweck und Zeit gemäß, unter Gewährung aller Sicher­heit, dem Bedürfnisse des Publikums entgegen zu kommen. Wir macken in dieser Beziehung noch daraus aufmerksam, daß das Geschäft derSp arkassen-Versicherung" seinen Anfang genommen hat, und darüber gleichfalls Programme das Nähere angcbeu

Berlin, den 11. Juni 1841.

Direction -er Sertinischen Lebens - Versichernngs-Scscttschaft.

C. W. Brose. C. G. Brüstlein. F. G. von Halle. M. Magnus, Directoren. Lobeck, General- Agent.

Indem ich obigen Rechenschafts-Bericht der Berliner Lebens-Versicherungs-Gesellschaft zur öffentlichen Kcnntniß bringe, bemerke ich hierdurch, daß Geschäflsprogramme unentgeltlich der mir ausgegeben werden, und daß ich zur Vermittelung von Versicherungen gerne bereit bin.

Gießen den 1. Juli 1841. ,

Der Agent der Berliner Lebens- und Aachener und Münchener Feuer - Versickerungs - Gesellschaft.

Joh. Balth. Noll^