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20) Ein weißes Sacktuch, ein Messer mit mehreren Klingen und ein kleines Messer, '
find gefunden und auf Großh. Polizeibureau dahier abgegeben worden. Gießen -den 8. April 1841.
Edictalladungen.
461) Alle, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an den Nachlaß des Bürgers und Glasermeisters Johannes Bierau und dessen Ehefrau, Susanne, geborne Müller dahier, bilden zu können glauben, werden aufgefordert, solche sogewiß im Termin:
Dienstag den 27. April d.J., Vormittags, bei unterzeichneter Gerichtsstelle anzuzeigen, als sie sonst bei dem aufzunehmenden Inventar unberücksichtigt bleiben werden.
Gießen den 31. März 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. Limpert.
510) Die zu dem Nachlasse der Georg Kellerischen Eheleute in Lollar gehörige Mühle, die sogenannte Holz müh le bei Lollar, bestehend aus:
einem Wohnhaus, dem Mühlbau, einer Scheuer, Vieh- und Schweinställcn, einer Schlagmühle mit Backhaus, sodann dem Grund und Boden, sowie verschiedene um dieselben gelegene Aecker, Wiesen und Gärten, sollen erbvertheilungshalber,
Montag den 24. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, ftt der Mühle selbst, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Meistbietenden versteigeit werden, welches Kaufliebhabern mit dem Änfügen bekannt gemacht wird, daß sich sämmtliche Gebäuden in gutem Zustande befinden, und daß die Muhle überhaupt eine der besseren in der hiesigen Gegend ist.
Gießen den 31. März 1841.
Gr. Hess. Landgericht das. P l o ch.
468) Johann Loh, Wittwer von Lützellinden, hat sich freiwillig unter Curatel gestellt, und ist ihm der Ortsschöffe Schmidt von da als Curator zugeordnet worden, ohne dessen Zustimmung jener keine Verbindlichkeiten rechtsgültig übernehmen kann.
Indem dieses hierdurch bekannt gemacht wird, werden zugleich Alle, welche Ansprüche an den Johann Loh zu machen haben, aufgefordert, solche in dem auf
Mittwoch den 28. April b. I.
anberaumten Termin, bei Vermeidung des Ausschlusses, zu liquidiren.
Atzbach den 30. März 1841.
Königliches Justiz-Amt.
Diesterweg.
Versteigerungen.
460) Montag den 19. April d.J., Nachmittags 2 Uhr und die folgenden Tage, sollen in der Wohnung der Johannes Bierau's Wiltwe in der Flügelsgasse dahier, sämmtliche zu deren Nachlaß gehörige Mobilien, bestehend in
Hausrath, Bett- und Weißzeug, Weibskleider», allerhand Küchengeräthe und dcrgl., gegen baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen den 1. April 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht, M ü l l e r. Limpert.
484) Montag den 19. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahicsigem Rathhause nachbemerkte, den Kindern des verlebten Bürgers und Wirths Johann Philipp Schiefer, Phi- lipps Sohn, zustehende Immobilien, als:
1) Wohnhaus, nebst einem zweistöckigen und einem einstöckigen Stall, mit 27 Klftr. oder 8 Ruth. Grund und Höfchen, giebt 39z fr. Zins dem Fiskus, neben Buchhändler Heyer auf dem Neuenweg;
2) 404 lü Klftr. oder 119 Ruthen Garten zwischen dem Mittel- und Wetzlarerweg, zehntfrei;
3) 202 Klftr. oder 59 Ruthen Wiese in der Stephansmark, zehntbar;
4) 616 Klftr. oder 183 Ruthen Wiese an der Ochsenwiese am Stolzenmorgen, zehntfrei,
nochmals öffentlich meistbietend, unter den im Termin zu eröffnenden Bedingungen, versteigert werden. Gießen den 6. April 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.


