Ausgabe 
6.3.1841
 
Einzelbild herunterladen

,-hre Zerstörung ann'chten. Dieses Mittel muß des Morgens oder des Abends ausge- führt werden, indem 5» diesen Zeiten die Raupenfamilien versammelt sind.

4) Bespritzen oder Anpinscln der Raupennester mit Seifenwasser.

5) Anfeuchtcn der Raupcnncster mit einem Absud von Tabaksabfällen. Versuche mit der Anwendung dieser zwei letz:en Mittel, haben im letzten Jahre erfolgreich auf die Zerstö­rung der Raupen eingewirkt.

6) Das Schießen mit einer Flinte oder einer Pistole auf die Mitte der Raupennester. Die­ses Mittel hat man im letzten Jahre in mehreren Gegenden mit Erfolg benutzt, darf jedoch aus feuerpolizeilichen Gründen innerhalb der hiesigen Stadt nicht angewendct werden.

7) Das Anlegen von Pechgürteln oder Packpapier, mit Karrensalbe beschmiert, an die Baumstämme im Früh- und Spätjahre.

8) Schonung aller Singvögel, welche das Jahr hindurch eine Menge Raupen, Eier und Puppen aufzehren.

Gießen den 1. März 1841. Der Großh. Hess. Kreisratb.

K. CH. Knorr.

Leinweber Andreas Wagner ist an die Stelle des entlassenen

Der Großh. Hessische Kreisrath K. CH. Knorr.

13) Der hiesige Bürger und

Flurscdützen Kohlermann angenommen und verpflichtet worden, was hierdurch zur öffentlichen Kennt« niß gebracht wird.

Gießen am 1. März 1841.

14) Ein buntes Sacktuch,

ein Hobel und

ein Sporn

sind gefunden und auf Großh. Polizeibureau dahier abgegeben worden. Gießen den 4. März 1841.

Edittalladmrg.

271) Johannes Menges zu Großcniindcn, mit dem Beinamenam Berg", beabsichtigt nachstehend naher verzeichnete, nach dem Flur­buch ihm zustehende Grundstücke, als:^

1) 44 15 Ruth, j Haus und £ Stall neben Georg Brückels Wittwe;

2) 18,4 Ruth, in den langen Krautgärten,

8 an Philipp Menges, Zungen Eid.;

3) Lsrj 21,13 Ruth, hinter der Steineck, an Johannes Weil;

4) 1V8 22,10 Ruth, an den alten Gärten, neben Heinrich Wagner;

5) 16,4 Ruth, vor der Wartslänge, an

Johannes Schupp, L. S.;

6) 17,13 Ruth, die Käuzerlänge, an Ge­

org Kahl;

7) 41« 45,10 Ruth, auf dem Forst, an Georg Bergk's Frau;

8) 9,4 Ruth. Wiese, die Rohrwiese, an

Philipp Keßler, Joh. Sohn,

zu veräußern, vermag aber das deßfallsige Eigen« thum nicht genügend zu begründen. Es werden

daher Alle, welche Eigenthums, oder sonstige Ansprüche an genannte Grundstücke bilden zu können glauben, aufgefordert, solche sogewiß im Termin

Dienstag den 27. April d. I., Vormittags, bei unterzeichnetes Gerichtöstelle zu begründen, als sonst das unbedingte Eigenthum des Johannes Menges, am Berg, angenommen und weiter rechtlich verfügt werden wird.

Gießen den 4. März 1841.

Großh. Hess. Stadtgericht.

Müller. L i m p e r t.

Besondere Bekanntmachungen.

243) Schön mehrmals wurde zwar bekannt gemacht, daß Einlagen und Zahlungen bei der hiesigctz Spar- und Leihkasse von den Gießer Einwohnern nur an dem auf den Mittwoch be­stimmten Geschäftstag, von Morgens 7 bis 10 Uhr von 10 bis 12 Uhr aber von Auswär­tigen geschehen könnten. Demungcachtet erschei­nen die Interessenten von Gießen größtentheils erst gegen 11 Uhr und der Andrang wird deswegen