74
248) Caspar Crumbach, Antons Sohn, von Naunheim, Kreises Gießen, hat unter anderem nachfolgende zwei Grundstücke in Naunheimer Gemarkung:
x Pag. et Num.
1) M 12 Ruth. 8 Schuh Acker am Hausterhaar, an Joh. Wagner II.
2) y 14 Ruth. Wiese auf der Dreyspitz am Schulgut,
freiwillig öffentlich versteigern lassen, eö können aber di« deßfallsigen Kaufbriefe nicht bestätigt werden, weil diese Stücke von Anton Crumbach, dem Vater des Verkäufers, den 31. Deccmber 1810 dem Kirchenkasten zu Naunheim für ein Capital von 180 st. und das letztere Stück den 31. October 1815 von Caspar Crumbach dem Kurfürst!. Hess. Amtmann Happel zu Marburg für ein Capital von 120 fl. nebst anderen Liegenschaften verpfändet, die Hypotheken aber, obgleich die Kapitalien angeblich abgetragen, im Hypothekenbuch nicht gelöscht worden sind.
Es werden daher alle, welche Ansprüche an gedachte Hypotheken bilden zu können glauben, aufgefordert, solche sogewiß binnen vier Wochen, vom 10. Marz d. I. an gerechnet, dahier geltend zu machen, als sonst die Hypotheken als abgetragen betrachtet, im Hypothekenbuch gelöscht und die betreffenden Kaufbriefe unbedingt bestätigt werden. Gießen am 25. Februar 1840.
Großh. Hess. Stadtgericht.
Müller. Limpert,
315) Die Erben des Bürgers und Fuhrmanns Daniel Jeremias Müller dahier, haben erklärt, dessen Nachlaß nur unter der Rechts- wohlthat des Inventars und Gesetzes antreten zu wollen. Es werden daher Alle, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an gedachtes Vermögen bilden zu können glauben, aufgefordert, solche sogewiß im Termin
Dienstag den 14. April, Vormittags, dahier anzuzeigen, als sonst sie bei dem aufzunehmenden Inventar und Vertheilung des Nachlasses unberücksichtigt bleiben werden.
Gießen den 12. März 1840.
Großh. Hess. Stadtgericht. Limpert.
218) Johann Melchior Hirz III. und dessen Ehefrau von Watzenborn haben sich freiwillig unter Curatel gestellt und Johannes Schmandt I. und Georg Schmandt II. daselbst sind als Curatoren ihnen beigegeben worden.
Dieses wird mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß Rechtsgeschäfte, wodurch Aohann Melchior Hirz III. und seine Ehe
frau zum Nachtheil ihres Vermögens verpflichtet werden sollen, nur durch Zustimmung der beiden genannten Curatoren Gültigkeit erhalten.
Gießen den 15. Februar 1840.
Großh. Hess. Landgericht das.
P l o ch.
Versteigerungen.
299) Die zum Nachlaß des WirthS Heinrich Deibel zu Wieseck gehörigen Immobilien, als:
1) zwei Wohnhäuser, Scheuer, Stallung und etwa j Morgen großer Garten;
2) okngefähr 8 — 9 Morgen Ackerland und Wiesen in den besten Lagen der Feldgemarkung von Wieseck;
3) ein Kiefernwald, ohngcfähr | Morgen haltend,
sollen auf Antrag der Erbinteressenten, Dienstag den 14. April d. I., Vormittags 10 Uhr, zu Wieseck in der oben bezeichneten Hofraithe, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden.
Die Gebäude, sowie der dabei befindliche Garten sind zur Wirthschaftsbetreibung gehörig eingerichtet, und durch ihre günstige Lage in geringer Entfernung von Gießen, ganz besonders dazu geeignet.
Gießen den 3. März 1840.
Großh. Hess. Landgericht das.
P l o ch. Stein.
300) Die zu dem Nachlaß des Ephraim Goldschmidt in Altenbuseck gehörigen Mobilien, bestehend in Gold, Silber, Zinn, Kupfer, Messing, Eisen, Weißzeug, Kleidungsstücken und sonstigen Gegenständen, sollen
Montag den 16. d. M., von Morgens 9 Uhr an, in der seitherigen Woh- nung desselben, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 12. März 1840.
Großh. Hess. Landgericht das.
P l o ch.
314) Dienstag den 31. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll
1) ein städtisches Triebvicrtel, M 73 im
9. Gewann;
2) ein städtisches Wiesenvicrtel, Mi. 106 hinter den Eichen,
auf dem Rathhause dahier, auf 4 bis 6 Jahre, meistbietend verpacktet werden.
Gießen den 10. März 1840.
Großh. Hess. Stadtgericht.
Müller/


