Ausgabe 
28.9.1799
 
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** ) »54 C

fchriebene Canal bey her Rühlmühle ge* graben werden muß.

4t,nS. Muß dafür gesorgt werden, daß die in diesen Canal anzutegenv« Schleuse, eben so wie die Freyschütze der Rühlmühle frühzeitig genug geöffnet wer- den. Auch müssen , so lange der Eisgang dauert, beständig einige Mann die Wache hierdey Haden , um die großen Eisschol­len, die sich hier festsetzen, undbeydeOeff. nungen, verschließen möchten, entzwey zu schlagen

Mehrere Tage nach einander gieng ich dieses Frühjahr, da man das hohe Wasser schon befürchtete, nach der Rühlmühle hinaus, und fand beständig den Fluth- gang dieser Mühle (die einzige Oeffnung wodurch die Wieset ihren Abfluß nehmen muß, so lange sie nicht über daS neben liegende Land hinfliefen kann) total mit Eis verstopft. Ich ließ Vies jevesmahl dem zeitigen Herrn Bürgermeister wissen, damit dieses Eis weggeschaft werden möge, welches auch geschah. Doch die Wache, worum ich zugleich ersuchen ließ, wurde nicht bewilligt.

5tens. Die Baume und Gesträuche an beyden Ufernder Siechbach, wodurch das EiS arretirt, und so diese Bach ver­stopft wird, müssen auögerotlet werden.

6ten«. DieSiechbach, und weiterhin- ouf die Wieset müssen, wo es jezt fehlen möchte, tüchtig aufgeräumt und für die Zutunft beständig offen und rein erhalten werden. Wo, wie und in welchem Maße dieser Bach aufgeräumt werden muß, kann ich für jetzt nicht ferner bestimmen, da ich nicht an Ort und Stelle bin, um nachse­hen zu können, und auf das hier ein« schlägliche Raisonnement des Ungenann­ten, das auch hier wie überall äusserst seicht ist, mich nicht verlassen kann. Wel» eher vernünftig« Mensch wird z. B. wohl glauben , daß bey der Berechnung der Ca- pacitat eines Baches, Flusse- ü, s. w. bey

hohen Anschwellungen nur die Breite des­selben, und nicht auch dessen Tiefe und Geschwindigkeit, und also mittelbar auch sein Gefäll , so wie die Höhe des neben lie­genden Terrains mit in Betracht gezogen werden muß. Der Ungenannte braucht aber zu einer solchen Berechnung nichts mehr, als die Weiten zu wissen.

7tens. Die zu weit in die Lahn ge­führten Eindaue auf der Landspitze bey der Siechbachmündung, und gleich unterhalb dieser Mündung müssen wieder wegge- räumt werden.

8tens. Muß dafür gesorgt werden, daß den bisher vorgeschlagenen Maasregeln je» desmal gehörig nachgel-bt werde. Es dürfte also nöthig werden, dies Geschäfte einem Manne zu übertragen, dessen Pflicht es wäre, darauf zu achten , besonders aber beym Aufgange des Eises aufmerksam zu seyn, wo rS etwa fehlen möchte, und in unvorhergesehenen Fällen die nothwendig werdenden Vorkehrungen zu treffen.

Die Ausführung der bisherigen Vor­schläge scheint mir so nothwendig und um so wenig kostbar zu seyn, daß ich glaube, als gewiß annehmen zu dürfen, sie werden einer nähern Prüfung wohl gewürdigt, und bestehen sie in derselben dem­nächst inS Werk gestellt werden.

Der Verfolg künftig.

Aufforderung.

Da aus dem Hause des F. R. Raths u. Prof Hrn. Erome allhier, äusser mehre­rem Weißzeug, u. f. w. folgende Stücke von einem englischen Zinn-Service, mit dem gewöhnlichen dreifachen Zeichen , fein eng­lisch Zinn, London rc. markirt, entwen­det worden, als

i) eine große zinnerne Suppenterrine, mit einem erhabenen, gereiften Deckel, in dessen Mitte ein Knopf befindlich, so wie dieselbe zwei Angriffe hatte, und gereifelt war;

s) zwei