Ausgabe 
27.4.1799
 
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Bekgtttttmachrrttg von verschiedenen Sachen.

i) Nachdeme Johann Gottlieb Faber, vormals ein Soldat, nachher bis zu feinem Tod ein Besucher oder niederer Accise-Be- amler, am 27. März 1796. in Schesten in Ostpreussen in einem Alker von 7sJahren verstorben ist, und ein Vermögen, welches sich auf ohngefähr 80 Thaler belauft, hin» terlassen hat, bei AuSmiktelung seiner ge- sezlichen Erben aber sich gefunden, daß dec Verstorbene öfters geäussert hat, er habe »m Hessischen, in Giessen, noch eine Schwe­ster, Namens Maria Faber, so wird die; ses hiermit bekannt gemacht, und ersagte Maria Faber oder deren Leibcö - Erben, oder die sonstige gesezliche Jntestat-Erben aufgefordert, sich allhier zu melden, ihre Verwandschaft gehörig zu beweisen, unl> somit zum Empfang der Erbschaft de- ob­genannten Gottlieb Fader sich zu rechtfer- ligen, worauf alsdann von dem König!. Ostpreussischen Hofqerichk da- weitere ver­fügt werden wird. Giessen den 24. April 1799- Ä

Bürgermeister und Rath daselbsten.

2) Nachdem- auf Verordnung Hoch­fürstlicher Renthkammer zu Darmstadt da- alleinige Krugdeckel r Kannen - und Löffel- gtesen in dem Amt Hültenberg vom 23. August d. I. an in einen 3 jährigen Be­stand gegeben und dem Meistbietenden falva ratificatione erwähnter Hochfürstl. Renth. kammrr überlassen werden soll, sofort Ter­minus zur deöfalsiqen Versteigung auf Montag den soten Mai k. I. anberaumet worden als wird solche- zu dem Ende hiermit öffentlich bekannt gemacht, damit diejenige» welche zu dem obgedachten Be­stand des alleinigen Krugdeckel - Kannen - und Löffelgieftns Lüsten haben, sich besag­ten Tag, Vormittags y Uhr im AmthauS dahier einfinden, die Bedingnisse prrneh.

men, und nach Gefallen mitbieten können. Signatum Langgöns am 2vten April 1799, Fürst!. Hess. Rentei daselbst.

C. G. von Zangen.

3) Ich lasse auf den i^ttn eine Tafel - Uhr, welche schlägt und repetirt, auf Lotto- Art herauespielen. Die Uhr ist fein gearbeitet, mit einem grün Mieten Ge­hau- versehen, das mit feinem Gold aus- geziert , und oben drauf stehet die Minerva, ebenfalls fein vergoldet. Es ist diese Uhr nach dem neuesten Geschmack auegearbei- tet. Diejenige, welche darauf einsetzen wollen, können die Loose bei mir erhalten, das Loos zu 36 Kreuzer. Es stehet Jedem frei, die Uhr bei mir in Augenschein ru nehmen, oder sich solche in seine Wohnung holen zu lassen und zu besehen.

Wilhelm Felsinq, junior, Stadtuhrmacher.

Litterärrfche Anzeige.

. Der Herr Regierungsrath von Ulmen, stem m Wezlar beschäftiget sich feit einigen fahren mit der Ausarbeitung einer Ge-> fcbidjte uns topographischen Lefchrei- bung Ser kaiserl. freyen Reichs fkaoe wen» lar. Er will dieses Werk auf Subskription in drei Oktavbanden herausgeben. Die bei­den ersten Bände werden die Geschichte der Stadt selbst und des K. R. Kammerg" richts , seit der Zeit wo es nach Wezlar ver. lkgt <si,^und der dritte Band die topogra­phische Beschreibung der Stadt enthalten. Dem Werk werden einige Kupfer und Vig­netten, nebst einem Grundriß der Stadt brr'gefugt werden.

Der Subscription-preiS ist für jeden der beiden ersten Bände 2fl. 45 fr. Der dritte Band wird wahrscheinlich an Bogen­zahl nicht so stark au,fallen, als die ersten Bande, und so wird auch der Preis dessel. brn Leringer als der Preis der beiden ersten

Bände