Ausgabe 
26.10.1799
 
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Nr.XXXXUI. -d.Octvbr. 179»

Giesser ZilttlligenzVkatk.

Wir nähern uns täglich mehr dem r8ten Jahrhundert, das von Anfang bis ans Ende so r-.ich an Begebenheiten ist, daß sich darüber andere Gegenstände, Vie wir sonst für dieses Jntelligenzblatt bestimmt hatten, verlieren müssen Da der größte Theil des Pubkieums den Geschichten der Tage mehr Aufmerksamkeit widmet, als andern ernsthaftern Betrachtungen, so ist unser Vorsatz, die Reste dieses Blatts in diesem Jahre noch mit dem Wichtigsten der Zeitgeschichte au-zufüllen. Wir werden uns so viel als möglich, blo« auf That- sachen einschrankcn, und zudem EnveunS bloö solcher Nachrichten bedienen, die wir für baare Münze auögeben können, und zu dem Ende beisetzen, woraus wlr sie ge­schöpft haben.

Der Redacteur.

(Hamburger Correspondent.)

Strasburg, den 6. Oit. Gestern jst das Hauptquartier der Rhein: Armee rvit dem provisorischen Obergeneral Ney rc. von hier nach Landau abqeqangen. Alle Truppen sind in Bewegung und in wenig Tagen wird ein neuer Rhein - Ucbctgang statt haben.

Heute ftüh hat ein Theil unserer bet Kehl stehenden Truppen die Oestreichs an­gegriffen , und aus Auenheim und Neu­mühl vertrieben.

SchreibenauS Frankfurt, vom 12 Oct. Die Franzosen sind bei Oppenheim über den Rhein gegangen, und man er­wartet ehestens kriegerische Vorfälle bei Manheim. Die Kaiser!, und Mainzer

Truppen, welche gegen Mainz zu vorge­rückt waren, sind darauf verflossene Nacht eiligst über den Mayn zurückgegangen, und haben die erst gestern angelegte Schiffbrücke unweit unsrer Stadt abgesührt, um den Franzosen von dieser Seite den Uebergang unmöglich zu machen. Anch ist der Land­sturm in seine alte Position zurückgekehrt.

Schreiben aus Amsterdam, vom 12. Oct. Am roten befand sich unsere Ar­mee in ihrer alten Stellung, den rechten Flügel mehr rechte bis Winkel. Der Feind har Hoorn, Medenblick und Enkhuysen geräumt. General Daendels hat gestern ein Dorf eingenommen, wo sich ein Trup­pencorps befand, das den Rücken decken sollte, und davon 6vvMann zu Gefan­genen gemacht. Der Englische General Dost langte beim General Dacndels an, in dem Augenblick, als der Angriff am 6ten geschah. Der Herzog von Dort vermuthete, daß er an dem Tage die Franzosen des lin­ken Flügels schlagen würde, und daß da­durch die Bahn der Unterhandlungen mit den Hollandern geebnet seyn wurde. Ge­neral Brune hat den General Don als ei­nen Kriegsgefangenen behalten, weil un­ter feinen Papieren eine von dem Herzog von Z)ork selbst unterzeichnete Aufforderung an die Batavische Regierung sich befand, um mit England unmittelbar zu unter­handeln. Der Admiral Duncan hat durch 2 bewaffnete Sloops die Batavische Flotille, welche unlängst aus Suriname in den Häven von Norwegen angekommen ist, aufgefordert, den Prinzen von Ora­nten anzuerkennen, aber von dem comman- direnden Capitain Lombard eine abschlä­gige Antwort erhalten.