Nr. XXX VIII. r1.Septembr.17y9.
Giesser Jnttlligtnzvlatt.
Meine Schwalbe bei ihrer Abreise von mir den 16 Sept. 1799.
DeS Herbstes Winde wehen fo kühlig über'» Feld, Wo graue Stoppeln stehen. , Das gelbe Baumlaub fallt.
Die duftigen Nebel sinken , bald keimt die Wintersaat.
Ich muß ich muß von hinnen: die Abschiedsstunde naht.
Doch eh' ick von dir scheide, hör meinen Lebenslauf!
Daö Morgenroth der Freude geht meinem Leben auf.
Bewahre die Geschichte in deinem Herzen lief, ES war nicht blindes Schiksal das mich her zu dir rief.
Mein Name ist Miranda, eines Sultans Tochter btn ich.
Mein Vater war Fürst von Banda, mein Braut'gam Helferich.
Erblasse nicht vor Schrecken, dies ist der Anfang erst, und das ist noch weit ärger, ' was du nun weiter hörst!
Dort einen Garten wir hatten, im Garten eine Laube fein, wo Ros' und Citronkn sich gatten zum traulich-düstern Schein, und in der Laube ein Bänkchen mit Eifenbein ausgelegt, ein Bänkchen das zwei Liebende in stummer Umarmung, trägt.
Du kennst das Land die Berge, wo die Eitronen blühn, Da Hausen Riesen und Zwerge, da sieht man Feen ziehn, da bist du ein Held unter Männern, die Welt ist dir zu klein, Und in der nächsten Minute, kannst du ein Rabe seyn.
An einem Maienabend der rosig niedersank, mit Düften mild und labend, reizt mich der Minne Sang, der immer näher, und naher den Weg zur Laube nimmt, und immer höher, höher, mein Herz zur Liebe stimmt.
Wer ist der schöne Sanger, sag an, ists Helferich?
Verzeuch nicht, Trauter! länger, Miranda das bin ich.
ES wallt wie Geisterschalten durchs Laub dem Strande zu;
ich seh' ich seh' den Nachen, such' auf dem Meere Ruh.
Der Nachen fahrt vom Strande, ihn führt der Liebe Hand, die lhre Blumenbande
um meinen Busen wand.
Als schnell ein Ungeheuer
tief aus den Wogen sprang, und meines Herzens Liebling
in einem Nu verschlang.
Ich sank in Todesschlummer, an>s Land der Nachen schwamm.
Denk'


