Ausgabe 
19.10.1799
 
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Fasse weniger, bey einem großen aber mehr Seiffe auf einmal kochcn kann. Hat man nur ein Faß von dieser Größe, und hin­länglich gute Asche, so reinigt man einen mit Steinplatten belegten , oder gedielten Ort, der aber groß genug seyn muß, um die Asche und den Kalk gut unter einan­der mischen zu können. Auf diesen Platz schüttet man 7 Scheffel Asche, die man vorher, um sie von allem Unrath zu reini­gen, fein du'chqesiebt hat, besprengt sie mit einer Gießkanne, bis sie so feucht wird, daß man beinah Balle davon machen kann. Nun schauffelt man sie auf einen runden spitzigen Haufen, nimmt von demselben die'obere Spitze beinah bis zur Hälfte ab, und schüttet die abqenommene Asche bey Seite. In den zurückgebliebenen Haufen, macht man nur eine Vertiefung, in die man 2 Malter gut gebrannten ungelösch­ten Kalk schüttet, den man vorher in Stucker geschlagen hat. Nun wird die von den Haufen abgenowmene und bey Seite gelegte Asche wieder darauf geschüt­tet, der Kalk gut damit bedeckt, und mit einer Schaufel gelinde fest geschlagen. Hierauf macht man mit einem Stocke ei­nige Löcher in die Asche, bis auf den Kalk. In diese Löcher gießt man nach und nach so viel Wasser , bis der Kalk sich abge» löscht, daß er zu Pulver zerfallen kann. Sobald dos Wasser hinein gegossen ist, muß das Loch jedesmal sogleich wiederzu- gedrückt werden, und wann durch das lo­schen des Kalks, indem Haufen R'tze ent­stehen , durch welch? der Kalkdampfdringt, so müssen sie gleich wieder zugedruckt wer­den. Um nun zu erfahren, ob der Kalk sich fgenua gelöscht hat, nimmt man ein dünnes Stöckchen, und durchsticht damit die Asche und den Kalk; findet man nir­gends Wiederstand, und bemerkt einige noch harte Stücke, so bedarf keines Wassergießens mehr; fühlt man aber, daß noch ungelöschte Stucker vorhanden sind,

so macht man an den Orten , wo man sie bemerkt , von neuem einige Löcher Li die Asche, gießt einige Kannen Wasser hinein, und drückt sie wieder zu. Dreß wiederholt man so lange, bis man findet, daß dec Kalk in den Haufen durchgängig zerfallen ist. Dann schaufelt man den ganzen Haufen so lange durch einander, bis Asche und Kalk wohl durch einander gemischt seye. Wenn dieses geschehen, wird die Mischung in das bereits zurecht gestellte Laugenfaß getragen, und wahrend dem Hineinschütten mit einem hölzernen Stös­sel eingestampft. Endlich wird der Za­pfen fest gemacht, unter das Zapfloch ein Gefäß gestellt, und auf die Asche so viel Wasser gegossen,, bis man sichet, daß sie nach langem Warten nichts mehr anziehet, das Wasser hingegen über der Asche stehen bleibt.

Der Verfolg künftig.

Ediktalvorladung.

Nachdeme wider den gewesenen AuS- schußhauptmann Johannes Garth und des­sen^ Ehefrau zu Langgöns verschiedene Gläubiger bereits gerichtlich aufgetretten und um ihre Befriedigung angestenden ha­ben und dann der gedachten Garthischen Eheleuten ältester Sohn mit jenen Gläu­bigern in Vergleichs-Unterhandlungen zu treiten und solche auf diese Art, womög­lich, zu befriedigen gesonnen, in der Ab­sicht und zu dessen Sicherheit aber vor allen Dingen erforderlich ist, daß derselbe zuvor von dem ganzen Schuldenzustand seiner Eltern genau unterrichtet werde und daher um Vorladung sämtlicher Gläubi­ger derselben auf die gewöhnliche Art ge-> beten; als werden hiermit alle diejenige', welche an die ofkgedochte Garthische Ehe­leute ex quocunque capite Ansprüche zu haben glauben , edktaliter und mit dem Anfügen hierdurch vorgeladen, auf Frei­tag den 8Un Nov. d. I. so gewiß vor oa-

hiesi-