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Anm. des Herausgebers. Der verschic- dene S'crnd des Mond.^, die Zeit der Tag- und Nachtgleiche, die Zeit unmiltelbar vor oder nach Cem längsten Tag , also die für uns io wichtige Wendung unserer Erde gegen die Sonne, der größere oder geringere Grad der Luftelektrizitat, die durch die Hauptw-nde, die eine Zeitlang vorher ge« wehet haben, vermehr! oder vermindert wird, können starke Ausnahmen von der 4ten und ^ten Wetterregel verursachen.
6. Wenn sich an einem hellen Abend gewisse kleine schwarze Wolken sehen lassen: so folgt bald Regen.
7. Wenn an einem schönen Tage der Himmel mit weissen Wolken, wie Lvcken» wolle, vom Ausgange der Sonne her, besprengt zu ftyn scheint; so folgt gemeiniglich in einem oder zwei Togen Regem
( A. d. H. Eö mülle bei diesen Regeln stehen , zu welcher JahrSzeit/ und bei was für wehenden Hauptwinden diese Erfahrung einzutreffen Pflegt.)
8. Wenn sich auf den Spitzen der Hügel, oder Berge, dünne, oder wässe- rigte Wolken zeigen: so wird es bald regnen.
(A. d H. Im Winter wirds bald Thauwetter, oder mehr Schnee geben.)
9. Wofern jahling entstehende Wolken zum Vorschein kommen, und die ivft ausserdem von Wolken leer ist: so bedeutet es einen baldigen Sturmwind, besonders wenn sich diese am Hellen Himmel entstehende Wolken , um die Mittags: oder Aendgsgend des Himmels (SudoderWest) blicken lassen.
(A d. H. Nach den verschieden-en Der- häktniss'N der Jahrezeiten, und der ¥ufb elektrizitat könnte auch ein Gewitter er- folgen.)
10. Wmn die Spitzen der Berge rein und klar sind: so kann man schönes Wetter hoffen.
( A. d. H. Wohlzumerken, wenn diese
Reinigkeit der Lust anhält/ und Hine
starke Bewegung der Lust zu tzerspühren )
11. Eben so, wie in niedrigen Feldern oder Thalern Nebel entstehen, und bald vergehen: so laßt sich angenehme- schönes Wetter hoffen.
( A. d. H. In manchen Jahrezeiten erfolgt auf auffleigende Nebel bald , in manchen später, Regen Allzugeschwind verzehrende Nebel haben gar oft eine Veränderung des Wetters zur Folge. )
12. Steigt abir der Nebel zu den Spitzen der Hügel oder Berge hinauf; so ist innerhalb einem oder zwei Tage, Regen da.
( A. d. H. Umstände und verschiedene Jahrszeiten, wie auch die Verschiedenheit der Nebel, verändern die Regel, wie wir gleich, aus der folgenden Beobachtung, hören werden )
13. Ein allgemeiner Nebel vor Aufgang der Sonne, um die Zeit des Vollmonds, bedeutet schönes Wetter.
( A. d. H- Nummer 12 und I Z läßt nicht allemal auf den, schon verschiedene- mal bemerkten Heer, oder wie andere zu sagen belieben, Höhenrauch, behaupten. Der ror einigen Jahren beobachtete allgemeine Heerrauch, war eine Folge der ausserordentlichen Naturbegebenheiten in den äussersten > örtlichen Ländern, und fern mit Nord Oh wind in unfern Dunstkreis. Die scheinende Sonne, wie auch ter Vollmond machten prächtige E«scheinungen darinnen , auch die während dlesim Heerrauch gewesene-Gewltter, ttaren von einer besonders langen Dauer und Starke.)
14. In Nachten, wo man den Schall der Glocken, das Geräusch des Wassers, das Geschrey der Stiere, den Gesang der Vögel, oder sonst dergleichen Dinge vernehmlicher, als zu andern Zeiten höret, da ist die Luft zum Regen geneigt, der gemeiniglich darnach erfolgt.
A. d.


