Ausgabe 
5.1.1799
 
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> 3 C

Der Kork, diese dicke Rinde eine» Baumes, |bet in Italien, Spanien und Frankreich, wegen ftincr Lockerheit, Ho# zu Pfropfen tüchtig ist , ist zu Fischerne- tzen , Wafferkamisölern und Pfropfen gut. Wachs widersteht scharfen Säuren, aber nicht dem Weingeiste. Talg widersteht dem Weingeiste. Man schmelze also wei­ßes, gebleichtes Jungfernwachs, Venn da» gelbe ist ungleichartig:, mit eben so schwe­rem gelauterten Rinder- oder Bockstalg. In dieses Mengftl, so heiß e# ist, tauche man die dünnen Enden fester , wohlge- fchnittener Korke, die nicht spröde sind, und stelle sie auf ein Eisen in einem Back­ofen und lasse sie abtrocknen Dieses Eintauchen wird dreimal wiederholt. Das Kochen in Wachs macht sie hart. Man sucht allezeit lange Pfropfe aus, weil sich diese besser herauszieyen lassen als die kur­zen So erhält sich der flüchtige Vitriol- atber, ser sich durch den bloßen Pfropf, geölte Blasen'und Festdinden, kaum Wo­chenlang verschließen läßt, Jahre lang. So erhalt sich Mosel) und Bisam. Zwei Tycste Wach« gehören aber zu einem Theile Talg für Scheidewasser, welches sonst das Talg verzehrt; man kann ober ju Scheide - und Königswasser blos Pfro­pfe von warmen weissen Wache nehmen, deren Ooerrand die O'ffnung überdeckt, und noch mit einer geölten Blase verbun­den wird.

Die Engländer kochen die Korke zu Weinflaschen in Baumöl. Vielleicht er­halt sich das süße Wasser, auf langen See­reisen , durch die beschriebenen und noch mit Harz beqoßnen Korke in den Schiff- fassern, weil keine Luft dazu kömmt uyd nichts verraucht, längere Zeit.

XTeoe Bücher die in der Rriegerschen Buchhandlung ;u haben.

Allgemeingültiges Gesellschaftsgesangbuch, 8. Baikeuth i st.

Almanach und Taschenbuch der Galante­rie und des guten Tons auf 1799., 16, Leipzig ist. 12fr.

Lenz mineralogisches Taschenbuch, 2rTheil, 1 fl. 48 fr,

Steins kleine Werke zur praktischen Ge- burtshülfe, gr.8. Marburg g ft 30fr.

Die Gesundbrunnen, ein Gedicht in 4 Ge­fangen vonV. W. Neubeck, gr.8. 18fr»

Eharaden

;ur Unterhaltung müstger Stunden tmt> ;ur Uebong des Verstandes.

34. Ein viersylbiges Wort. Die zwer ersten sind ein Theil dcr Wohnhäuser, die zwei andern der allgemeine Name ei­nes Geschlechts von Vögeln, das Ganze eine besondere Art dieser Vögel.

35. Ein Work mit zwei Sylben. Die erste ist etwas, das Schmerz verursacht, die zweite ist der Name eines angenehmen > Getränks, das Ganze ist auch ein Ge­tränk.

36. Ein Wort von zwei Sylben. Die erste ist der Name eines merkwürdigen Flusses in Afrika, die zweite ist ein Thier, das den Menschen sehr nützlich ist, da# Ganze ist ein Wasserthier, das von dem erstem seinen Namen hat.

Gottesdienst am 6 Ian.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Superintendent Bechtold. Nach­mittags Herr Superintendent Müller.

In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Su­perintendent Schulz.

Morgen den 6. Jan. hat da# Frisch, backen der Beckermeister Ebel, <m der Kühgasse.

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