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Wenn man aber zur Tränkung der Kühe kein anderes Wasser bat , als das aus solchen Pfützen oder schlechten Brun­nen , dessen Schlechtheit man gleich daran erkennt, wenn sich nicht zum Kochm der Hülsenfrüchte gebrauchen laßt, wenn es die Seife schlecht auflöst und nicht zum Waschen taugt; so kann man ee dadurch verbessern, wenn man es etlichemal aus ei­nem Gefäße ins andre laufen laßt, oder es, welches noch vortheilhafter ist, durch den Sand siltrirt. Hierzu bedient man sich eines Fasses, dessen obersten Boden man herausschlägt; den untersten Boden bedeckt man mit einer 4 bis 5 Finger ho- heüSandlage, vorheraber muß man kleine Orfnungen darein bohren und die äussere Seite mit Leinwand bedecken, -welche das Wasser durchlaufen laßt, den Sand aber zurück hält., Auf diese Art erhält man ein jum Tränken sehr brauchbares Was­ser, welches man, so wie überhaupt je­des andre Wasser durch Vermischung mit Kleien oder Gerstenmehle n-och viel gesün­der und besser machen kann. Der Nutzen davon ist sehr bterächtlich, denn die Kühe bekommen viel und gute Milch.

Von der Wartung der Räbe.

Man glaubt fälschlich, sorgfältige War­tung sey bei den, Kühen nicht so nöthig, als bei Pferden, und die Vernachlässigung der­selben , die oft die Folge dieser Meinung ist, ist die Quelle so vieler und mannigfal­tiger Uebel. Die Kühe gedeihen nur dann, wann sie gut auödünften können, welches doch nicht geschehen kann, wenn man sie im Kothe stecken läßt und sie nicht von dem Schmutze reiniget, der die Schweislöcher der Haut verstopft. In denjenigen Län» dem, wo die heilsame Gewohnheit einge- führt ist, die Kühe zu striegeln und sorg­fältig zu reinigen, bemerkt man, daß sie bei weiten nicht so vielen Krankheiten auS- grirtzt sind, dass sie eine viel bessere und

stärkere LeideSbeschaffenheit haben, und weit mehr und bessere Milch geben , al» die Unsrigen. - '

Man striegelt sie gewöhnlich des Ta­ges einmal , sodaß nicht der geringste Un­rath auf ihrer Haut bleiben kann,'welches doch geschieht, wenn man sie nicht oder nur überhin striegelt. Dieses Geschäft kann man sich noch dadurch erleichtern, daß man ihnen täglich frifche Streue giebt.

Man glaubt gewöhnlich, die Kühe brauchen weiter nichts, als nur immer Futter genug; man kann aber ganz sicher behaupten, daß sie nie recht gedeihen, wenn man es ihnen an der bisher vorgeschriebe« nen Wartung fehlen löst, und'daß hin- gegen diejenigen, die-man auf die ange­führte Art wartet, auch wenn man sie nicht so gut füttert, viel besser gerathen und mehr Nutzen bringen.

Es ist ferner auch nöthig , daß man von Zeit zu Zeit das Eiter wasche; man kommt dadurch nicht nur den harten Ver­stopfungen zuvor, denen sie sehr leicht aus­gesetzt sind, sondern auch den Warzen, den Geschwüren und allerhand Auswüchsen, mit denen man es oft bedeckt sieht. Ia- die Striche am Eiter sind zuweilen wie ab­genagt , welches nicht von Eulen oder so­genannten Unkenbisien, sondern von Ge­schwüren, dre aus Mangel an Reinigung entstanden, herrührr.

Beksnnrmachvng von verschiedenen Sachen.

Montag- den -ten Iulii, Nach­mittags 2 Uhr, sollen in des verstorbenen Weinwirth Ioh. Balthasar Schiefers Be­hausung, auf dem Selzersweg, nachstehende von demselben hinterlassene Feldgüther, öf­fentlich an den Meistbietenden verstrichen werden, als

i M. 26 R. 12 Sch. Acker am Wolfs- fort, neben Johannes Rinn, Eberhard

Ludwigs