Ausgabe 
28.7.1798
 
Einzelbild herunterladen

) 121 (

hatten, wobei man auch noch die Fugen mit Lehm nachstreichen kann- Ist nun ein solcher Gang etwa z Schindeln breit her­auf gedeckt, so folgt ein anderer, und so längst dem Dache fort.

Auf die Forst oder über, die Spitze des Daches werden bloß Lehmschindeln auf beiden Seiten des Daches herüber gebogen, nachdem vorher so weit Lehm aufgestrtchen worden, als die Lehmfchmdln, wenn sie umgebogen werden , auf beiden Seitenauf dem Dache hrrabreichen; auch oben auf Die Forstschindeln muß nachher noch alles tüchtig mit Lehm verstrichen werden, wo­bei man nicht zu besorgen hat, daß selbi- aer so leicht abgespület werden dürfte.

Die Enden der Dachlatten werden an­statt der Windbretter mit starkem Reis ausgeflochten.

Dies ist im Ganzen die Hauptsache bei dieser Dachdeckung. Ich weiß wohl, daß dazu noch manche kleine Handgriffe ge­hören , um alles recht gut und ordentlich zu machen; allein ich besorge durch eine weitlauftige Beschreibung derselben eher un­verständlich zu werden, als die Sache da­durch gut zu machen , und ich bin über­zeugt, daß es unter den Landleuten Män­ner gitbt, die nicht nur daS vorher gesagte- ganz gut verstehen, sondern die auch ge­wiß alle kleine Vortheile und Handgriffe von selbst finden werden, wenn sie sich entschließen sollten, eine Probe mit einer solchen Dachart zu machen.

Man kann ja zu der ersten einen klei­nen Stall, oder sonst ein unbedeutendes Gebäude wählen; geräth dabei das Lehm­schindeldach auch gleich nicht meisterhaft, so wird es doch schon immer den Zweck erfüllen, und die Arbeiter, wie gesagt, von selbst die kleinen Vortheile und Handgriffe, wodurch die Sache vollständig und gut ge­wacht werden kann, dabei lernen.

Bekanntmachungen.

i) Dienstags den l4ten August Mor­gens roUhr, soll auf dahiesiqem Raths Haus das dem Burger und Beckermeistee Ohr zustehende Wohnhaus, an der Bach- gaffe, nebst dessen Zugehör , öffentlich an den Meistbietenden verstrichen werden. Giessen den 2ZtenIuli, 1798

Fürstl. Heff Oberamt das. Rayß.

2) Heinrich Gottfried Stamm, Universitäts - Kunst- und Buchhändler alhier, empfiehlt sich hierdurch Den Freun- den der Litteratur und Kunst, und ladet alle Diejenigen persönlich oder schriftlich zu sich ein, welche in solide und schleumge Be­dienung und in billige Preise tintgen Werth setzen.

Neue Bücher die in der kriegerische» Buchhandlung;a haben.

Conclusum Der Reichsdeputation in Der Sitzung vom 6lenJuln 1798. Fott ykr.

Sammlung aller zwischen Der Reichsfrie- Densdeputation und Den bevollmächtig­ten Ministern der Franzöf Republik bei Dem Kongresse zu Rastadt gewechselten Noten, 8. 45 kr.

Gorresdienfk am 29 Julii.

In der St Paneratiuskirche. Mor­gens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Superintendent Müller.

In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Kandi­dat Cyapper.

Morgen den 29. Jul. hat das Frisch­backen Hr. Kirchensenior Koch, an der Stadtkirche.

Ein- und Aaspassirte.

Am 13 Jul. Hr. Major Böttcher, in Heff Cassel. Diensten. Hr Hofrath Mi­chaelis von Marburg, durchpass.

Am