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einmal öffentlich aufgesteckt — aber wegen der damals bereite ausgebrochenen Kriegs* Unruhen auf feine vortheUhafte An anju- bringen gewesen, — im Ganzen oder Stückweis einen nochmaligen Versuch zu wachen, oder wenn ein solcher Verkauf wegen der gegenwärtig noch fortdauernden Krieg? - Unruhen übermal mit Vortheil nicht geschehen könnte, gedachte Hofraithe und Felvgüther zum Besten der Ereditor- schäft, auf drei oder mehrere Jahre zu verpachten, hierüber aber den Verwalter Engel selbst sowohl, als auch dessen Gläubiger zuvor noch mit ihren Erklärungen zu vernehmen.
Es werden demnach gedachter Verwalter Friedrich Ludwig Engel zu Friedberg , und dessen sämtliche bekannt und unbekannte Gläubiger hiermit öffentlich vor- geladen, auf Donnerstag den gken des nächstkünftigen Monats Mai, Morgens um 9 Uhr, vor hiesigem Fürst!. Amt zu erscheinen , und über den ndthigen Verkauf oder Verpachtung des Guths ihre Erklärungen zu thun , in welchem Termin denn sämtliche Gläubiger auch zugleich ihre Forderungen mittelst Vorzeigung der von Schuldner selbst, oder dessen dahier verstorbenem Vater, Earl Friedrich Engel, in Händen habenden Verbriefungen richtig zu stellen haben.
Wobei hiemir noch ferner bekannt gemacht wird, daß nach geschehener Erklärung des Eigenthümers und der Creditor. schäft sofort auf den folgenden Tag, nem- lich auf Freitag den 4ten des nächstkünftigen Monats Mai, Morgens um 9 Uhr, auf dem RakhhauS dahier, der wirkliche Versuch mit einem öffentlichen Verkauf oder einer allenfallsigen Verpachtung gemacht werden soll, zu welchem Ende sich dann die Liebhaber, welche besagtes Guth im Ganzen oder Stückweis zu kaufen, oder aber zu pachten gesonnen sind , in diesem Termin einfinden, die Eonditionen verneh
men , sodann nach Gefallen mitbieten, unD sich nach Befinden des Zuschlags gewärtigen können. Homberg an der Ohm den Ilten April 1795.
Fürstl. Hessisches Amt daselbst.
2) Für eine auswärtige Gemeinde wird gegen gerichtliche Sicherheit ein und mehrere Tausend zu z Procent Zinsen verlangt. Bei Ausgebern ist das Nähere iU erfahren.
Litterärische Anzeige.
In der Kriegerischen Buchhandlung in Marburg, wird bis Ende April um die sehr wohlfeile Preise, gegen haare Zahr* lung verkauft:
Strube rechtl. Bedenken, vollständig. 6fl. Dessen Nebenstunden , ü Thle. z fl. zc>kr. Berger Oeconomia iur. cum notisBachii et Winckkri 2 fl. 30 fr.
Puffeudorf. Obfervationes iur. univerf.
4 Tomi 6fl.
Gelder werden franko erbeten.
Ferner ist daselbst .
Ludwigs Englisches Lepicon, 2 Bande, in halb Franzband, für ivfl. haar, zu erhalten.
Gottesdienst am 29. April!.
In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Pfarrer Degen, von Oberhörle. (Probepredigt.)
In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittag» Herr Superintendent Schulz.
Morgen den 29. April hat das Frischbacken der Beckcrmeister Kämmerer, auf dem Markt.
jRoptitirte bei der Stadtkircke.
Am 27. April. Joh. Ludwig Musser, Burger und Fuhrmann allhier, Jost Philipp


