Ausgabe 
25.8.1798
 
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Äetannts

und von den Kämmen, die man wegwirft/ gereinigt und durch den Spunden in das Obstfaß getdan und mit einem Stecken ein wenig hinunter gestossen. Lang schwim­men die Trester oben und sinken endlich hinunter. Der Most fangt an aufs neue zu sieden und zu gähren; man darf also den Spunden noch nicht fest zumachen, bis man den Most nicht mehrsiedrn hört. Von diesen Trestern bekommt der Qbstmost ei­nen weinhaften Geschmack- wird dauer- und lagerhaft, auch viel Heller.

§ 25.

.Was van vnabgepreffterr Trester» ztr hakten.

Einige nehmen auch fuße, unabge- preßte Trester aus den Zubern oder Büt­ten , wovon zwar der Most such gut wird, meines Erachtens aber zu viel Süßigkeit behält und den Geschmack von Obst most uicht so ganz verliert. Jedoch ist nicht zu Iäugnen, daß ein süßer unabqepreßker Tre­ster alsdann sehr vortheilhaft angebracht wird, wenn man zwei Gelpen voll unter jeden Eimer Most thut, welcher von lau­ter sauren Aepfel gemacht und bald säu­erlich wird. Diese Säure macht manchem HauSwirth bang und er verkauft öfters den Most unter dem Preis, weil er glaubt, er möchte ganz in Essig ausarten, wiewohl er auch alsdann noch gut angebracht wer­den kann.

5 26.

Von einer besonder» Farbe, Die dem Obffmoi? kann gegeben werden

Einige thun etliche Schoppen reife Hokderbeere, welch- wohl zeitig f yn und zerquetscht werden müssen, auf einen Ei­mer Obstmost, wovon er eine schöne rörh- liebe Farbe bekommt. Dies, zerquetschte oder gestossene Beere aber müssen in den Most, ehe er mit einem Schimmel über-

sonst sinkt die Farbe auf den Boden, und kann sich weiter nicht offenbaren.

27.

von einem besonder» Geschmack, den man Dem Obsimofr giebt.

Wer einen besondern Geschmack bei dem Obstmost liebt, wirft etwas gestoffe-, nen Coriander darein.

§ 28.

Von der Hefen öes Obstrnosses.

Die, Hefen des Obstmostes ist weiter Nichts nutze, als daß man sie dem Viehe auf Bruhfutter mit eben der Vorsichtig- eit gebe, wie den Obsttrester. Wenn aber nach §. 24. Weintrester in den Odstmost ge- than worden und dieselbe nicht über ein ^vhr m dem Faß geblieben sind, so kann man diese Hefen eben so wohl, als die Weinhefen, brennen. Es giebt einen zars ten Brantwein, der keinen so widrigen Ge­schmack hat, als der von Weinhefen oder von Weintrestern. Daß man auch das übrige dem Vieh futtern könne, versteht sich von selbst. '

. §. 29.

Vom gesottene» tHoff und Syrup.

Vom Dirnenmost besonders wird auch gesottener Most gemacht, wovon man Senk eb'n sowohl als von gesottenem Traubs, most bereiten kann Will man Syrup ba­den, so siedet man von dem süssesten Bir­nenmost vier Maas auf eine Maas ein' Dl'stn Syrup kann man, w.e den Honig oder Zucker gebrauchens auf das Brod ae- "n frcferbiffen für das schöne Ge,chlecht; Quittenschniz und saure A'vfel damit gekocht bekommen die gehörige Sü­ßigkeit. Wenn daß Backwerk damit bestri­chen wird, bekommt es einen Glanz und angenehmen G^s-l-mack. Besonders kaufe» . 7 - ----- Becker gerne dergleichen Syrup. bi?

i°«n. ">"».'»» ein. Schone oder garte Maare damit zu deffreichm nn7tu f«rb,n »c> einem Wem, hniemg-rni-rt werden, . Der Berfaig künftig.