Nr. VUI. Februar. 1798.

Giesser JntelligeuzVlakk.

Von der praktischen Runs? das Leben zu verlängern.

(Auszug suö Hufeland.)

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Verfolg.

XIX. Kultur der geistigen und körperlichen Kräfte.

Ein roher unkultioirter Mensch ist noch gar kein Mensch, er ist nur ein Men­schenthier , welches zwar die Anlage hat, Mensch zu werden, aber, so lange diese Anlage, durch Kultur, nicht entwickelt ist, weder im Physischen, noch Morale» schen sich über die Klasse der ihm gleichste- henden Thiere erhebt. Ein gehöriger und zweckmasiger Grad von geistiger und kör­perlicher Kultur, hauptsächlich die harmo­nische Ausbildung aller Kräfte, ist durch­aus erforderlich. Sie entwickelt die Or­gane vollkommen und bewirkt folglich ein reicheres, genußvolleres Leben und eine reichere Restauration- Sie macht die ganze Textur des Körpers etwas zarter und weicher, und verhindert also die große Härte, die der Länge des Lebens hinderlich ist. Sie schützt uns vor zerstörenden Ursachen. Sie lehrt uns Krankheiten heilen. Sie masigt und regulirt die Lei­denschaften. Sie bildet gesellschaftliche und Staatenverbindungen. Sie lehrt endlich ein« Menge Bequemlichkeiten und Hrleichterunasmittel des Lebens, um zu einem hohen" Alter gelangen zu können.

Beiträge zerr Naturgeschichte Ser schäd­lichen Waldraupe.

Die ganz neuerlich unter dem Namen

der schädlichen Waldraupe ppm Herrn

Doktor Finke, zu Hr'rschberg an der Saale, beschriebene, gemeiniglich auch sogenannte T^oUrßnpc , deren Naturgeschichte dieser Vaterland-freund nach ihrem auss rlicherr Ansehen, Farbe und übrigen Eigenschaf­ten untadelhaft erzählt hat, so daß untt hierbei fast nichts hinzuzusetzen übriq zu bleiben scheint, ist die längst nachdem Lin- neischen System bekannte Pb. Bomb. Mo- nacha , welche beim Inna, Borkhauseu, Rleemarrn, Esper, Müller u. a. m. die deutschen Namen: der Nonnenfalter, Flechtenspinner, die Nonne, und der weiße schwarzgestreifte Spin­ner erhalten hat. Die Raupe lebt ein­sam, nur eine Abänderung des männlichen Falters ist, nach Herrn Espers Berichte, gesellig, und wegen ihrer Verwüstungen in Deutschland durchgängig verhaßt. Sie gehört als Raupe unter die Vielfraßrau­pen ( polypbagae ), und scheint kein eige­nes Pflanzengeschlecht ;u wählen, denn Mader giebt Weiden- Aepfel- und Birn­bäume und andere mehr an, auf denen sie aaset; jedoch ist ihr Geschmack hierinnen ganz eigen, daß sie bloS die Blatter der hochstämmigen Bäume vorzüglich sucht, keineSwegeS aber diejenigen, der niedrigen und nicht perennirenden Pflanzen. Am gewöhnlichsten sindet man sie auch auf der Eiche, Fichte und Tanne ( Pinus fylv, und Pin. abies ), welchen leztern Baum­arten sie in manchen Jahren großen Scha­den zufügt, besonders wen sie in Menge erscheint.

Ist die FrühfahrSwitterung gelinde und besonders günstig, so kriecht diese Raupe, nach Brahms und Maders Er­fahrungen / schon in der Mitte des Mär-

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