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Ist nun die' Witterung günstig, mit öfters abwechselnden Regen, so werden diese Ableger in Zeit von wenigen Wochen ausschlagen, und nach Wunsche fortkom­men. Jedoch wird cs bey sehr trocknem Wetter nicht schaden, wenn diese Planta­gen anfänglich mit Wasser begossen, und bey ausserordentlichem Anlaufe de« Viehes und WildpretS (wenn es ohne beträcht­liche Auslagen geschehen kann,) mit einem kleinen, und leichten Zaune eingefriedet werden.

§. y. Leztlich kömmt noch zu bemer­ken, daß diese Pflanzungen gleich im Früh-» jähre, und zwar je eher je bester, vorge­nommen werden müssen, indem sonst bey einer gelinden Witterung die Weidenarten schnell in den Saft treten, und sonach zu dergleichen Anlagen untauglich sind.

II. Absatz.

Anlegung der weivenzäune.

§. io. Der Nutzen der Weidenzaune ist allgemein bekannt. Indessen wird hier eine der besten Arten, zum Unterrichte für den Förster, und Landmann ausgewählt.

§. ii. Zu diesen Anlagen kann man alle lene Weidenarten verwenden, welche oben als zur Verkleidung und Befe­stigung der Gestade dienlich angegeben werden.

§. 12. Man muß sie nach einem ge­nau bestimmten Maaße, 4 Schuhe lang, i bis i i/a Zoll dick, und, wenn es seyn kann, hiezu gerade Sezlinge wählen.

: so wird mit derselben Einweichen nachdem ; §.6. verfahren, sonach die Sezlinge kreuz­weise i/2 Schuh tief in die Erde eingelrie« den, und mit geringen Gerten von rothen Bandweiden zusammen gebunden. So ist diese Anlage fertig, und kann in Zeit von 2 Jahren unfehlbar ein regelmasiger Wei­denzaun erhalten werden.

§. ich Will man nun, daß dieser Zaun dicht und vollkommen zusammen wachse, |o muß man ihn alle Jahre or­dentlich schneiden, oder mit einer Gar­ten- Scheere stutzen , wodurch er immer in einem gleichen Wüchse erhalten wird.

HL Absatz.

Die Anlage verschiedener wüster- und Grundzäune, bey ütwreist'enoen wild- büchen, und die dadurch bezielre Srundverstchcrnng betreffend.

§. 15. Die Gefahr, welche reissende, wilde Bache den anliegenden Grundstü­cken bereiten, kann manchmal mit gerin­gem Kostenaufwande vermieden, und der Gewalt des Wassers Einhalt gethan wer. den.

Diese $ä(ie sind in Gebirgsgegenden und auf flachem Lande häufig: man würde oft große Geldsumu.en ersparen, wenn man solchen Uebeln bey Zeiten, und mit gehöriger Vorsicht entgegen gienge.

geschwindeste und wohlfeilste Mittel ist die Anlegung leichter Wasser - oder Grundzäune.

Daö Wasser kann z. B. mittelst An. legung dreyer in einer verhältnismasigen Entfernung von 2030 Schuhen nach einander folgenden einfachen Grundzauw- chen aufgehalten , und die Gefahr mit sehr, geringen Kosten ganz gehoben werden.

§. 13. Hat man ihrer nun so viele beysammen, als zur Einfriedung eines be­stimmten Terrains nöthig feyn durften, welches sehr leicht und genau bemessen wer­den kann, indem die Sezlinge 1 Schuh weit voneinander ins Kreuz gelegt, folg­lich auf die Breite eines Schuhes zwey, somit auf 6Schuhe, oderein Klafter 12 Stucke derselben gewühlt werden müssen,

§.17. Man kann dabey auf nachfol­gende Art verfahren; es werden mehrere- 2/ 3/ auch dicke, und 2,3, 4, auch

6 Schuh