—* ) 204 (
in tinti? Schüssel mit zwei guten Händen voll Küchensalz, und fülle'sie bald, ehe Las Salz schmilzt, in die Bouteille, verstopfe solche fest, und stelle sie aufrecht in einen Keller in Sand , dergestalt, daß der Sand über den Stöpsel hergehe. Vor dem Gebrauch müssen sie einigemal abgewaschen werden, bis sich der unangenehme Geruch verliert. Hierauf kocht man sie in Wasser ab, welches man weggießt; und wacht sie sodann auf beliebige Art zurecht. Sollen sie blos als Vorkost gegessen werden, so erfordern sie viel Zucker und Petersilien. Die auf diese Art eingemachten Erbsen halten sich über drei Vierteljahr.
Rartoffeln vor dem Ausarten im Felde, vor dem Auskeimen im Keller zu bewahren, und sie den Sommer hindurch schmackhaft zu erhalten.
Es ist bekannt, daß die Kartoffeln vor dem Ausarten gesichert werden, wenn man sie aus dem Saamen zieht. Damit will aber nicht jeder Hauswirth sich ab» «eben, weil es etwas umständlich ist. Ein leichteres Mittel, welches zugleich vordem Auskeimen sichert, wobei sogar die Saat- kartoffeln gespart werden können, ist folgendes:
Sechs Wochen vor der Zeit, ehe die Kartoffeln im Frühjahr gelegt werden, fange man an, diejenigen, welche verspeiset werden, etwas dicker als gewöhnlich zu schälen, und diese Schalen auSqebreitet auf dem Boden zu trocknen. Die für den Sommer bestimmten werden etwas anders behandelt; man sticht ihnen nem- lich die Augen oder Keime au-, weil diese es allein sind, welche mittelst Yes Auslaufens den Kartoffeln den Geschmack nehmen.
Sowol die abqewelkte Schale, als die Keime werden, statt der Saatkartoffeln, in die Erde gelegt, und die davon
wachsenden Fruchte sind denen in allen Stücken gleich, welche von ganzen Kartoffeln erzogen werden , sie haben aber noch den besondern Vorzug, daß die Pflanze die Kräuselkrankheit nicht bekommt, und daß die Kartoffel nicht auSartet, wovon der Grund ganz allein in dem Fleische der Kartoffeln liegt, dessen sie zur Besaamung nicht bedürfen, weshalb es auch gut ist, Kartoffeln, die man ganz legen will, erst in 4 Stücke durch einen Kreuzschnitt zu theilen, und dann das Fleisch weazu- schneiden.
Die aus der Schale und den Augen gezogenen Stämme müssen nicht behäufelt , sondern nur gut behackt, und vom Unkraut rein erhalten werden.
wie man einen in Brand gerathenen Schornstein, geschwind und sicher löschen könne.
Daß man in diesem Falle das unten liegende Feuer, wodurch der Brand ent. standen, vor allen Dingen auseinander nehmen müsse, damitdie'in die Höhe schlagende Flamme gemindert werde, versteht sich von selbst. Wasser in das Feuer zu gießen, oder die Brände damit auszulöschen, würde aber höchst schädlich seyn.
Einige geben den Rath, daß man 3 4Zwiebeln in Scheiben schneiden, so!" ehe unter den Schornstein auf glühende Kohlen legen, und alles festzumachen sclle, damit kein Zug entstehe. — Dies Mittet hat zuweilen gule Wirkung gethan: bei einem stärkern Brande moqte es aber wohl nicht hinreichend ftyn. Wirksamer ist auf alle Fälle folgendes;
Man thue in ein irrdenes Geschirr eine gute Quantität glühende Kohlen, setze es nnter den brennenden Schornstein, und werfe eine gute Handvoll Schwefel darauf. Gezogener Schwefel, oder Schwe
fel-


