Ausgabe 
19.5.1798
 
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Giesser Jntelligenzblatk.

und wie viel das Ganze nun jährlich ein­

lesen.

Dieser sähe darauf stillschweigend Mar­tens und seine Gattin an, die beide so voll Freude vor ihm standen, als wenn sie daS, was sieiezt zurückgeben wollten, in diesem Augenblick gefunden hätten.

Ich spasse nicht, fuhr MartenS fort: das Geld, welches Sie verloren, fiel in meine Hände. Nachdem ich mich vergeb­lich bemüht hatte, den Eigenthümcr des­selben ausfindig zu machen, steckte ich es

in dem Fall meines Todes, blieb es Ihnen gesichert, wie der Herr Pfarrer hier be­zeugen wird.

Der Pfarrer zog darauf die >bet ihm niedergeleqte schriftliche Erklärung hervor, und ließ sie von dem erstaunten Fremden

bringe.

Und gehört Ihnen dieses alles er- genlhümlich zu? " fragte der eine Fremde.

Nein! antwortete Martens, ich bin nur der Verwalter dieses Guts.

Und wer ist denn der eigentliche Be­sitzer desselben?" fragte jener'wieder.

Sie, mein Herr! war MartenS un­erwartete Antwort.'

Wie? Ich? Sie spassen. "

6 Er selbst lief voran, meldete seiner Frau die Ankunft der Gaste, ließ, ,b»S daß Mittagessen fertig war , einige Erm- fchungen Aufträgenl f un et e |n tiefes Gut,'um immer im Stande zu

bt.u,.-- wieder zurück i* Jud)

sey, welches er gefunden batte.,

Er konnte nunmehr nicht langer dar­an zweifeln, und lief zum neuen Pfarrer, um chm seine neue Entdeckung zu melden, und ihn iu bitten, mit ihm in. Gesellschaft der Fremden zu speisen. Dieser willigte mit Vergnügen darein, und bewunderte die Rechtschaffenheit des guten Manner.

Man speisete, und die Gaste wurden imm'er mehr entzückt über daS offene, freund­liche Betragen ihres Wirths , über dte l»e- denswürdige Gutherzigkeit und das geschaf­

fnem und Mieke, oder die belohnte tige Wesen seiner Gattin, und über die MarttN und Ordnung und Reinlichkeit, welche in ihrer

N k la ganzen Haushaltung herrschte.

^<r ° Nach dem Essen führte MartenS seine

Da ich'S auf der nächsten Pol-station umher: zeigte ihnen sein Haus, sei- gewahr wurde, war schon Nacht, uno nm ®arUn# fetnc Schäferei, sein Horn- wril ich keine Zeit verlieren durfte,um ^h, fejne Felder und Wiesen, und er- weine Freiheit und vielleicht mem Leven ^nen was er alles verbessert habe, selbst zu retten: so sähe ich mich gezwun- » - -------

gen, mein Geld im Stiche zu lassen.

^cb reifete also gerade nach Hamburg, setzte" mich allda aus ein Schiff, welches eben im Begriff war, abzusegeln, und ludr nach Ostindien. Erst I-!>, da meine Unschuld an« kichl gebracht ist, komme ich Wn Marken« Augen funkelten vor Freude i(i 6i,fer Erzählung i und er bestand nun schlechlerding« darauf, daß fit nut Ihm nach seinem Hause gehen mochten. E«