Ausgabe 
13.10.1798
 
Einzelbild herunterladen

'** ) 164 (

ner andern Seite auf dasselbe, der Him­mel trübe. Und bey veränderter Witte­rung den Hskzverbrauch noch näher zu be- slim-uen, wurde den dritten Tag» Key fortwährendem Thauwetter, ziemlichen W-nd und bedecktem Himmel, da darr Thermometer im Freyen 11/2 Grad über dem Geftierpunct stand, bcp wiederum zugemachten Ofenthüren, in vorgedachtem Zeitraum und einer Zimmerwärme von 14 (u6 15 Graden, nur fünf und dreyßia und em halb Pfund Hol; verbrannt. Aus diesen so einfachen als zuverlässigen Proben erhellet nun, daß äusser der Annehmlich­keit eines warmem Zimmers, bey ruae. machten Ofenthüren der dritte Theil Holr erspart werden kau; wurde aber auch nur der vierte^Theil weniger verbraucht, welch ein beträchtliches Quantum würde dieses ausmachen 3 Wennj nun die Stuben- ofen, wormnen 6o,oco Claffter oder Malter Holz alljährlich, und zwar mit geringer Muhe, weniger verbrannt wer. den." Wenn ferner, wie hieraus eben so richtig folgt, die Waldungen in eben dem Verhaltniß einen dritten oder vierten Theil Holz weniger abzugcben hätten, mit­hin eine zwanzigjährige Hokzabgabe auf dreyßig pder fünf unb zwanzig, eine sechs- zigiahkigeaber auf neunzig oder fünf und nebmzig Jahre zureichen würde, durch Ab­schaffung derjenigen Mißbräuche, als Hü­ten und Streusammlen, wodurch die An­ziehung des Holzes im eigentlichen Ver. stände verhindert wird, zugleich mehr Wald, voden gewonnen wurde, so dürfte man auch mit.Grund hoffen, daß die Waldun- sen, bey übrigens forstmäßgier Behand­lung, dermahleinst wieder in Stand gefetzt werden fcnten, dem immer näherrückenden Holzmangel und damit verbundenen bo- hern Holzpreiß wieder abhelfen zu könnet (Der Verfolg künftig.)

lrgsnd einer dahin emsch.lagmdrn Schrift da das Zimmerern Eckzimmer ist, vonel bemerkt zu haben, daß diese Ofenihüren ~ -

beim Cinheitzen auch zugemacht werden «rußten. Wenn nun dieses sich zwar von selbsten verstehen sollte, so bin ich doch überzeugt, daß selbiges bet del/ wenigsten Oefen der Fall seyn wird, wovon ein ,e- te.r Leser sich am besten wird überführen können, wenn demselben beliebig wäre, allenfalls mit diesem Blatt in der Hand, desfalls sofort, in Betreff der Ofen-, Dicht Caminthüre, vor den seim'gen einen Augenschein einzunehmen ; worüber aber in der Folge beylaufig ein mehreres. Wie wichtig aber das Zumachen der Ofenthü­ren in Rück steht des Holzverbrauchs ist, wird aus denen von mir angestellten Ver­suchen, (die ein jeder Zweifcler ohne große Umstände selbsten anstellen Fan) zu ersehen seyn. Um hiermnen mit der größten Ge­nauigkeit zu Werke zu gehen, "habe ichdaS Holz,.womit der Ofen meines Wohnzim­mers geheizt werden sollte, gewogen, ver­brauchte dessen in 15 Stunden Zeit bey zu- gemachten Ofenthüren 44 Pfund, wobey während der ganzen Zeit die Warme deö Zimmers ohnveränderlich auf 14 bis 15 Grad Reaumurfchen Thermometer erhalt ten wurde; ein anderes mit diesem über­einstimmendes Thermometer stand die Zeit über im Freyen, auf 1 bis 11/2 Grad un­ter dem Geftierpunete 5 der Wind warben trübem Himmel Süd-Ost und das Zimmer demselben seitwärts ausgesetzt. Den folgen­den Tag wurde in diesem memlichen Zim­mer und Ofen, in vorerwähnten Zeitraum, bey geöffneten Ofenthüren 63 Pfund Holz »erbrcknnt, wobey Vie Wärme im Zimmer Dicht über 13 Grad Reaumurschen Ther­mometer gebracht wurde,, obgleich das im Freyen befindliche, bey eingetrettenem Thauwetter, bis auf r Grad über den Ge^ frierpunct gestiegen, mithin ein Unterschied von 2 i/a Grad weniger Kalte vorhanden Wi die iuft w«r Süd-West, und stieß,