Nr. XXXXI. - 13.OctobCt.1798.
Giesser Jnttlligeuzölatk.
Etwas
Über Holz- Ersparung in
oder in einem jeden Ofen laßt fi'cb ersparen.
Ohngeachtet der in verschiedenen Provinzen Teutschland» bereits eingeführten Fvrstwirthschaftlichen Verbesserungen, findet man in mehreren öffentlichen Anzeigen und Schriften fortwährende Klagen über zunehmenden Holzmangel, wodurch das Publicum auf den Gedanken qerathen mögte, al» wenn gedachte Verbesserungen in der Holz - Eultur den davon zu erwartenden Erfolg nicht hätten, imgleichen die feit Anfang dieser Periode über die Verbesserungen des Forstwesens erschienenen Schriften, blos in theoretischen Spekula»- ttonen bestünden, deren Ausführung keinen sonderlichen Nutzen gewährte. So gegründet diese Zweifel scheinen könnten, so ist eineStheilö doch der Zeitpunkt, seitdem bessere Forstverwaltungen eingeführt worden, noch zu kurz, als daß deren wohl- thätige Wirkung bereits sehr bemerklich, geschweige denn, dem entweder schon ein- aetretenen, oder drohenden Holzmangel, dadurch obgeholfen seyn könnte, welche auch von dieser Seite allein, noch so bald nicht zu erwarten seyn dürfte, wenn nicht anderseits zugleich, alle nur mögliche Mittel, um den Holzverbrauch zu vermindern, damit verbunden werden. ES ist die Absicht nicht, hier von denen Holzvernutzun- gen zu großen Gewerken, deren ein Staat oftmals nicht entrathen kann, zu reden, sondern nur auf die Holzverschwendungen im kleinen und einzelnen, welche zusam- wengenommen aber ein beträchtliche» Ganzes ausmachen, aufmerksam zu machen.
Seit einigen Jahren sind zwar mehrere Vorschläge über Holzersparungen durch Stubenofen geschehen , die aber der Erwartung nicht entsprechen dürften, indem selbige einesrheil» in Vertauschung der bisherigen alten gegen neue sogenannte Sparöfen bestehen, daher mit Unkosten verr knüpft sind, welches allein schon nicht empfehlend für dieselben ist, anderntheil» auf Gesetzen beruhen, die leichter zu geben als auözuführen stehen, von denen neuen an- gepriesenrn Oefen auch noch zumTbeilzu erweisen seyn mögte, daß selbige vor den alten Oefen einen wesentlichen Vorzug verdienten, welches auseinanderzusetzen hier aber zu weitlauftig fallen würde, und nur der Satz zu erweisen ist: „ Daß in einem „jedweden Studenofen ein beträchtliches „an Holz ( oder sonstigem Feuermaterial) „erspart werden könne, sobald ein jeder, „der selbige zu heitzen hat, sein Schärf, „lein dazu beizutragen, willig und bereit „seyn wird. Da» ganze Geheimnis be- „ steht im Zuhalten der Oefen, wenn selr „ bige geherzt worden, welches durch Tbü- „ren von Eisenblech, dergleichen Vorsä- „ tzen, oder durch dazu gerichtete Steine, „mit geringer Mühe und wenigen Kosten „ bewerkstelliget werden kann?< Mancher Leser wird sich vielleicht wundern, einen so einfachen Satz als etwas wichtiges aufgestellt zu finden, da schon in mehreren Ländern, seit langen Jahren Verordnungen, wegen eisernen Ofen undEaminthü- ren vorhanden, imgleichen sämtliche, al- neu empfohlene Sparöfen mit dergleichen Thüren zu versehen, bezeichnet wären.
So richtig diese Bemerkungen seyn wogten , so erinnere mich doch nicht, in irgend


