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ren sie in meinen Augen mehr von ihrer anscheinenden Schädlichkeit.
Jedes Gift in der Natur hat sein Gegengift , folglich gtebt es kein eigentliches Gift. Zwei gleiche Gifte entkräften sich gegenseitig. Eben diese Beschaffenheit hat es mit den Uebehl der sittlichen Welt, auö Der Unvollkommenheit des Menschen, aus feinem eigenen Schooße entspringen seine Leiden; allein die wvhlthätige Fursehung legte auch in seine Seele die Mittel, jene Leiden zu schwächen, und sie unwriksam zu machen. Alle scheinbaren liebel schlief-» fen den unentwickelten Mutteckeim zu irgend einem Guten in sich, der durch Wirkungen und Veranstaltungen der Provi- Venz durch besondere Lage und Direction der Schicksale hervor gelockt, zum Nutzen des Menschen aufblühet und hervor reift, Ueberdem dünkt mir, ist noch nicht unfehlbar entschieden, welches wohl eigentlich Vorurtheile sind; die Meinungen hierüber sind noch zu sehr getheilt , die Begriffe von der Eigenthümlrchkeit derselben zu schwankend. Ich m.yne hier diejenige Klasse von Vorurtheilcn, welche der feinen gebildeten Welt eigen sind nicht jene Volksmeynmrgen, die aus krasser Unwissenheit entspringen; ist nicht dem starken Geist alles Vorurtheil? Hat nicht der Philosoph, der Staatsmann, jeder seine ihm eigenthümliche Erklärungsart über diesen Streitpunkts Und halt nicht die Welt vieles für Vorurtheil, das nichts weniger, als vorgefaßte Meynung ist? Denn, ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß sich vieles in der Welt anders verhält, als es wahrscheinlich ist, und wovon unsre Philosophie sich nichts träumen läßt?
Allein, diese Erklärungssucht von unerklärbaren Dingen, dieses stete Bestreben, alle- aus der Natur herzuleiten, ist eine Schwachheit unfereL fo hell seyn wollenden Dtttnnium-, und hat fo manchem sonst
feinen Kopfe, der die Begierde hatte, Novitäten zu sagen, (new um audax, et in« dictum oreaiio,) Ungereimtheiten sagen, gemacht.
Vorurtheile gehören unter die Zahl derjenigen Mittel, die durch den Zweck, den die Vorsehung dabei beabsichtigt, geheiligt werden, denn bringen sie nicht die Leidenschaften des Menschen in daö gehörige Spiel ? locken sie nicht seine Spon- tanäität hervor?
Ja sie sind die wohlthatigen Beding- nisse mit zu unftrm Glücke, sie sind ein Schutz, ein nothwendiges Ferment für menschliche Tugenden, die fönst nicht cul* tiviret werden könnten, die ihren eignen Zirkel haben müssen, wo sie gleichsam zu Hause gehören, deren Hauptstütze Mey- nungen sind.
Der Verfolg künftig.
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Bewährtes Mittel, Die Zähne von In, genD auf bis ins hohe Alter zu erhalten, auch bei vorfaUenven Schmerzen ohne Zahnarzt zn kuriren, noch ' einen Zahn ausreisien zu lassen.
Ein Theil Raute und zwei Theile Salbei zusammen eine gute Handvoll. Hierüber ein halb Maas Wasser gegossen, und bei gelindem Feuer langsam sieden lassen. Dieses Wasser wird sodann zum Gebrauch allezeit ein wenig warm gemacht. Ee kann 14 Tage und länger aufbewahrt werden.
Mit diesem Wasser wird der Mund nebst den Zähnen 2 bis zmalausgewaschen. Es präferviret zugleich den ganzen Mund und das Zahnfleisch wider alle Fäulnis, erhält die Zähne fest, und bewahret vor Flüssen und Zahnschmerzen. Wobei zu beobachten:
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