Ausgabe 
9.6.1798
 
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kleinen Maden auSgefressen werden. So ziehen auch ganze Armeen von Ameisen ge­gen die Raupen zu Felde, so daß, wenn man einen geliebten Baum recht schnell von diesen gefährlichen Gasten befreien will, man nur einen Ameisenhaufen in einem Sacke unter denselben hintragen und aus­schütten darf, da sie dann den ganzen Baum durchlaufen, und alle Raupen und ihre Eier in kurzer Zeit anffressen.

Wie viele Raupenfeinde giebt es end­lich unter den Vögeln ! Krähen, Elstern, Spechte, Baumläufer, Finken, Nach­tigallen , Grasmükken, Rvthkehlchen, Rothschwänze, Fliegenschnäpper, Bach­stelzen, Fledermäuse, Sperlinge rc. stellen ihnen begierig nach, und suchen sie aus den verborgensten Schlupfwinkeln hervor Wie viele Raupen mögen nur in einem Tage dazu gehören , um diese kleinen Kostgan« aer Gottes alle satt zu machen? Ja, wenn der Gärtner ruhig hinlerm Ofen sitzt und nicht an die Raupen gedenkt, suchen diese lieben Thierchen die Eier derselben aus ih­rem Winterpelze oder den Ritzen der Baume

Eine

sehr vorcheilhafte weise, die Butter zu salzen, welche man gern lange und gut ünfbewahren will.

Da jezt die Zeit ist , wo man sich mit Winterbutter versieht, so ist vielleicht fol­gendes Mittel, sie gut einzusalzen, wel­ches in einigen Gegenden von Schottland mit gutem Erfolge gebraucht wird, mei­nen Lesern nicht unangenehm.

Man mischt 2 Theile gutes Küchensalz, «inen Theil Zucker und einen Theil Sal­peter untereinander, und nimmt von die­ser Mischung zu jedem Pfunde Butter 2 koth. Mit diesem knetet man die Butter wohl durch und schlagt sie zum Gebrauch

hervor.

*

ein. So eine gesalzene Butter soll eine fette, markartige Eigenschaft und eine schöne Farbe bekommen, nie stark nach Salz schmecken, oder eine solche Härte be­kommen, daß sie krümelt, und sich sehe lange gut erhalten. Ehe man aber Ge­brauch davon wacht, muß sie 3 bis 4 Wo­chen stehen, damit die Salze sich gehörig ausiösin und mit ihr vermischen.

Bekanntmachungen.

1) Nachdcme die Erben veS gewesenen XVIntr, Joh. Balthassr Schiefere, ent­schlossen sind, die diesjährige Erndte auf denen ererbten Feldgüther öffentlich an den Meistbietenden verstreichen zu lassen, als nemlich

1/2 M. gr R. l8Sch Acker, mit Erb­sen besaamet, am Wartweg,

iM. 35 R y Sch. Acker anderStein- kaut, mit Korn,

1 l/2 M. 2 R. r Sch. Acker am Scha- ferbrunnen, mit Winlersaamen,

1 r/rM. 42 R. Acker am Wallbrunnen, mit Gerste,

1 1/2 M. daselbst, mit Korn,

1/2 M. daselbst , mit Waizen,

r/2 Morgen in dem Garten am Wiesecker Weg, mit Tölpel,

2M. 45 R. ioSch. Wiese in den Och. senwiesen,

1 M. Wiese, stößt auf die Herrn Wiese, i M. Wiese bei Rödgen,

11/2 Wiese hinlerm Wallbrunnen, und Termin hierzu auf Montag den ulen dieses, Nachmittags 3 Uhr anberaumet worden, und soll der Anfang bei dem Acker am Wartweg gemacht werden, als können die Streichlustige sich alsdann daselbst ein* finden.

Zugleich soll alsdann auch von nach­stehenden, der Frau Waldinspektvr Sei- pin gehörige Wiesen,

iM. auf dem Langenzaun,

2 x/4 M, auf den Styckwitsen,

11/4 M.