Ausgabe 
8.12.1798
 
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ti?ger oder Mehr locker ist, unter der Ober- fläche des Beets zu liegen kommen; welches man am sichersten durch ein klei- . neS , sechs Zoll langes Hölzgen messen, lind darnach die Pflanze erhöhen oder er» niedrigen kann. Man lege bann ein paar Handevvll recht gute lockere Erbe vorn auf die Pflanze, fasse ihn mit zwei Fin­gern behutsam an, schüttele ihn ein we­nig sanfte hin und her, so daß die Zwi­schenräume der Wurzeln mit Erde besetzt werden , und drücke darauf die obere Erde ein wenig leise mit der Hand an. Nun wird das Loch mit der ausgegrabenen, oder im Fall sie nur schlecht und andere bessere vorhanden ist, mit herbeigedrachter guter Erde ganz angefüllt, und zulezt das Beet vollends eben gemacht.

§. 6.

Anweisung zur Anlegung des Samens.

Die Anlegung des Spurgels aus Sa­men , geschieht am vortheiiHaftesten im F?bruar, bei gelinder Witterung und offe­ner Erde. Die Beete dazu müssen aber schon im Herbst vorher nicht allem revlt, svirdern auch, wie zu den Pflanzen, mit nmgraben, ebenharken, eintheilen rc. s §. 4 völlig zurecht gemacht, nur nicht mit Erde aus dem Stiege erhöhet, sondern blos nach der Schnur abgetreten, und mit Pfahle beftzt werden. Was im § 4. von der Breite der Beete nach der Anzahl der Reihen, vom Einsetzen der Pfähle, ihrer Zwischenweitere. gesagt worden, ist auch hier alles genau in Acht zu nehmen. Nur daß Erhöhen der Beete bleibt hier gänzlich nach. Denn da der Same nicht tief ge­legt werden darf, die künftigen Pflanzen- hingegen doch gehörig tief liegen müssen: so wird daS Erhöhen ausgesetzt, bis diese erst da sind» und alsdann jährlich mehr und «ehr Erde aus dem Stiege aufs Beet ge­legt, bis die Wurzeln hinlänglich tief dar­unter liegen.

.^i>ald im Februar eine günstige Witterung dazu einladet, säume man' nicht, flch zum Legen des Samens anzuschicken. J!t dieser nicht zuverlässig neu : so setze man ihn 8 Tage vorher in ein Glas Was- str an einen temperirtcn Ort in Weiche.

im Wasser etwa eben schwimmenden Korner werden gleich, als zum Legen un­tauglich, wegqew >rfen. Bei jedem kleinen Pfahle nun, womit daö Beet besteckt ist, und zwar an der Seite, wo nach der An»- wersung ( s. §. 5.) eine Pflanze.gelegt wer­den sollte, wird hier nur eine flache Der- Nefurig oder Aushölung mitten von jedem Pfahl etwa zwei bis drei Fingerbreit lief gemacht, und die herauSgenommene Erde auf den erhabenen Zwischenräumen des Beet^ausgeebnet. Zn der Milte einer je den Vertiefung, zwei bis drei Zoll vom Pfahl ab, mache man mit dem Finger vier kleine, ein Zoll tiefe Löcher, zwei Zoll auseinander ins Gevierte, lege in jedes Lech nur ein vollkommnes Korn, und scharre sogleich die Erde mit dem Finger darüber zu»

§. 7.

Wartung der Spargelbeete im Sommer.

Die neuangetegten Beete werden sorg, faltig vom Unkraut rein gehalten, und ja nicht mit andern Küchengewächsen besäet oder bepflanzt. Denn solche sind allemal der Nahrung und dem Wachsthum der Spargeln nachtheilig. Wenn sie aber einst nach zwanzig Jahren an fangen, schwache, kleine Sprossen zu treiben , und sich ihrem Untergänge zu nähern, so kann man, um sich für die Abnahme der Spargel einis germasen schadlos zu halten, ans solchen alten Beeten einige Körner Dill, oder Zwiebel, oder Salat zutv frühen Gebrauch dünne hinstreuen, mnd sicher auf gut Ge­deihen rechnen. Nur- vertilge man die zu dick oder den Spargeln zu nahe hervor, kommenden jungen Pflänzchen gleich, ehe

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