Ausgabe 
8.9.1798
 
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Nr» XXXVI,( Septembr. 1798$

Giesser JnttlligevzVlatk.

Stahl, Eisen und Gewehre von Rost­flecken zu reinigen.

Man nimmt Leinöl, Weinsteinöl, Bley- 61, Sv.lckö!, Mandelöl, Terpentinöl, Roß­marinöl und Baumöl, von jedem ein Loth, Copaunenschmalz Wildkatzenschmalz,Dach- senfekt, Klauenfett, Hirschschmalz, sedeö ein Loth, gestoßenen Schmirgel und Bims­stein , von jedem rLolh, Rosenol 4 ®otp.

- Nun läßt man das Wildekatzenfett oder Schmalz in einem neuen sauber gla- sürten Tiegel zergehen, thut d,e Oele hm- tin, schüttet fein gesiebten Hammerschlag dazu, rührt e» wohl unter einander zu ei­ner Salbe, und verwahret es in einer Büchse, so fest als möglich. Wenn man nun Rostflecke, so sich auf Stahl oder Hisen befinden, mit dieser Salbe be­schmiert , und sie hernach mit einem sau« j7rn leinenen oder wollenen Lappen ab-- wischt, so gehen sie hinweg, als wenn sie niemals da gewesen waren. Endlich kann man die Flecken noch mit Zinnasche ab- reiben. Wenn diese Salbe durch die Länge der Zeit dicke geworden , so kann man sie mit Wrinsteinöl wieder erweichen und verdünnen.

Sichere Mittel wie Die Wanzen zu vertreiben.

Die Wanzen halten sich meistentheilS in den Bettstellen und andern hölzernen Bekleidungen auf. Rauch und ein übler Geruch sind die besten Mitte!, sie daraus zu vertreiben. Wenn man daher Blut- hgel, nachdem man sieigetödtet, auf glü­hende Kohlen legt, so ist ihnen dieser haß- jiche Geruch so unerträglich, dass sie dar­

nach aus allen Fugen hervorkriechen, und man kann sie mit leichter Mühe tödten. Dies Mittel muß aber mehreremale wie­derholt werden, wenn man davon gänzlich befreit seyn will.

2) Als ein bewährtes Mittel ist fol­gendes zu empfehlen. Man nimmt einen Schoppenhöchsirectificirten Weingeist, eben so viel Terpentinöl, mischt beides unter ein­ander , und thut eine halbe Unze kleine Campherstückchen hinein, die sich in wenig Minuten aufiösen. Man reibt und be- strelcht nun mit einem Schwamm oder Bürste das ganze Bett, worinnen Wan­zen stecken. Sowohl Wanzen als Brut werden dadurch augenblicklich getödtet.

3) Wenn man frisch geschabtes Ellern- bolj in die Betten legt und zugleich mit den Blattern räuchert, so verschwinden sie augenblicklich. In Bettstellen von diesem Holz wird nicht leicht eine Wanze kommen.

' 4) Gleiche Theile Scheidewasser, grü­ner Vitriol und frische Rindergalle unter einander gemischt und »die Fugen tüchtig damit bestrichen, tödtet sie im Augenblick, und zerstöret auch die Brut.

Mittel wiver Das Schiele».

Wenn man verhüten will, daß Kin­der sich das Schielen nicht angewöhnen, so muß man ihnen keine schielenden Am­men geben. Auch muß man ihnen weder das Licht noch andere glänzende Sachen seit­wärts setzen, so daß sie, wenn sie darnach sehen wollen , schielen müssen. Man muß sie nicht immer nur an eine Brust legen, und die Stellung der Wiege gegen die Fen­ster oft verändern. Auch muß man ver­hüten,