«in bewährt gefundenes Mittel, die ’&orn»
Würmer zu fangen, und ans denauf- geftbürreken Lornhaufen $a ver- rrerben.
Di« große Menge von Mitteln gegen diese Zerstöyrer dec Kornböden, die aber immer ohne nützlichen Erfolg angewandt werden, sollte wvl manchen Hauswirth muthloS machen, irgend em angerathenes Mittel gegen dieses Ungeziefer wieder zu gebrauchen : allein folgendes lehrt, daß es Doch noch noch ein mit Nutzen zu empfehlendes Mittel giebt.
Ein gewisser Oekonome, der schon mehrere Jahre das Unglück gehabt hatte, feine Kornböden mit Kornwürmern äuge» füllt zu sehen, suchte, nachdem er schon manches Mittel vergebens angewandt hatte, eine Pflanze , deren Geruch diesen Insekten angenehm wäre, umfte auö ihren Schlupfwinkeln heraus zu locken. Nach verschiedenen mißlungenen Versuchen verfiel er endlich auf den Hanf; er raufte eine Handvoll Hanf auß, legte sie auf den Kornhau- fen, und man fand am folgenden Tage diese Stauden mit Kornwürmern ganz bedeckt. Diese kleinen schwarzen Rüsselkäfer müssen Die Rinden desselben weich und wohlschmeckend finden. Die Handvoll Hanf wurde äusser dem Kornboden außge- flopft, und nochmals auf dar Korn hingelegt; der Erfolg davon war so erwünscht, daß man in einem Verlaufe von 5 Tagen feinen Kornwurm in demselben Hanf verspürte. Die Nachbarn wiederholten, prüften und bestätigten dieses Mittel auf ihren Kornböden und hatten den nämlichen nützlichen Erfolg. In derjenigen Jahreßzeit, wo man keinen g.ünen Hanf mehr bekommen konnte, legte man gerösteten, oder
schon gebrauchten mit eben dem Nutzen ans, äusser daß die Ausrottung der Korn- Würmer langsamer von statten gieng.
Der Verfolg künftig.
wie Obstbänme tragbar gemacht werden können.
ES kommt der Fall bisweilen vor, daß manche eingesetzte Bäume tn vielen Jahren keine Frucht tragen wollen. Folgendes ist als Mittel sie tragbar zu machen angerühmt worden. Man soll nein» lich einen solchen Daum in den heissesten Tagen des Sommers in den Mittagsstunden von den Zweigen bis an die Wurzel, also den Schaft völlig abschalen, dabei aber verhüten, daß man nicht zu tief inß Holz einschneide. Nur die ganze rauhe Schale, und die darunter befindliche weiße müssen ohne Bedenken bis aufs Holz rein abgeschälet werden. Drr Baum erhalte wieder eine neue Schale und trage darauf reichlich Früchte.
Gottesdienst am 3®. April.
In der St Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Müller. Nachmittags Herr Magister Beck.
In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Stipendiatenmajor Diehl.
Morgen den ;v. April hat das Frischbacken der Beckermeister Bernbek, auf dem Neuenweg.
Geraufte bet der Stadrkircke.
Am iy. April Hrn. Chaussee »Visitator Eckstein, eine Tochter.
Am 2g. April. Dem Burger und Mez- ger, Moriz Balthasar Mehl, eine Tochter.
Am 24, April. Hrn. Universitätspedell Eckstein, ein Sehn.


