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jftod> etwas über die Zubereitungen dos Stahls.

So lange das Eisen seine natürliche, schwefeliche Erzfettigkeit noch an sich hat, so ist e« weich, sobald ihm diese aber be­nommen xroirb, so wird es hart oder zu Stahl. Also ist das Eisenentschwefeln eben so viel, als Stahl machen oder Eisen har. ten. Man hat durch den Zufall zweieUer Arten, Stahl zu machen gefunden. So lange das geschmolzene Eisen in seiner un­reinen Glasschlacke wie der Käse in seiner Molke liegt, so behält es seinen naturlU then Schwefel. Sobald aber ein Theil von dieser Schlacke geschieden wird, und flüssig ist, so verschwindet der Schwefel nach und nach, bis daraus der härteste Stahl wird. Man zieht^also aus dem geschmolzenen Eisen alle Schlacken her. aus, um das Eisen immer zäher zu machen. Die andre Art, Stahl zu machen geschieht, wenn man das beste Eisen auösucht, und dasselbe dergestalt in ein lehmerneS Gefäß legt, daß zwischen jeder schicht Birken, asche und grob gepuderte Birkenkohlen ge­streut werden, so daß die Eisenstangen kei­neswegs in Brand gerathen können, unö in einen Klumpen zusammensinken Schorn, steinruß, Klauen u. dgl. besitzen hingegen ein flüchtiges Salz. Die Potasche der Bir enasche zieht also den Schwefel aus der Schlacke, oder dem Eisen an sich, und wird zur Schwefelleder.

Zu einer guten Zubereitung des Stahls gehören auf dem !L>chmiedehammer gute Birkenkvhlm von Bergen, und nicht von Sumpfbirken, und vielleicht waren die Buchenen noch besser Fichtenkohlen MüL. ehen aber den Stadl mehr weich als hart. Wenn man Vie Birkerckohlen zu der Har. tunq anlegt, so muß vorher der blaue Schwefel ahbr-nner , und man legt den Stahl erst um, wenn die Flamme ganz

weiß auffodert, worauf man daraus schmie­den kann, was man will. In der Esse, worin man Stahl schmieden will, muß kein rothbrüchiges Eisen geschmiedet wer­den, so wenig als eine Kupferlölhung, und Zinn- oder Bleischmelzung darin zu ge» statten ist, weil der Stahl davon sspröde wird. Ferner muß unter dem Sande keine Erde seyn, noch eineSchlacke. Der Stahl wird frisch angeblasen, oft umgewendet, mit Sand überworfen, damit er nicht zu sehr funkle. Kleine rothe Funken verra- then die Untauglichkeit des Stahls, und die meisten Schmiede verbrennen den be- sten Stahl. Eisen mit Stahl zusammen zu schmieden, muß in groben Massen ge­schehen , und lange geschmiedet werden, aber nicht bis zum Weißglühen. Man muß den Stahl, während man ihn un­ter dem Hammer schmiedet, ja nicht zer- sprengen. Daher muß man ihn mit der Ecke des Hammers und nicht mit der brei­ten Bahn zu lang strecken. Um Stempel oder Feilenmeißel zu harten, muß der Stahl sobald er braunrvth glühet, so lange über dem flachen Amboß geschmiedet werden, bis er rolh geworden, ehe er im Wasser ge­löscht wird. So verfahrt man in Hol­land, wenn man Steinmeißel zu weißem und schwarzen Marmor härtet.

Alle Wasserhärtungen müssen sehr langsam geschehen, und zwar in der Ober­fläche deö Wassers, da wo der Wind mit dem Wasser zusammenstößt. W>rd der Statzl geschwind und tief hinab getaucht, daß kleine, oder welches noch schlimmer ist, große Wasserblasen aussahren, so erlangt er seine rechte Hartung nicht. Zu der Ege muß der Stahl nicht so lange wie sonst und oft gor nicht geschmiedet werden. Wenn die'Anlaufunq recht blau ist, und der Stahl alsdann in den Ambos ein beißt, fo kann derselbe ohne Ar laufung Glas zer­spalten/ wofern er an sich gut ist» Zugu­

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