seicheik verschafft, nach der sie laufen, letzteres aber ist nicht anders zu heben, als daß man sie abschafft. Da nun einmal die Rede von Hühnern ist, so soll zugleich gelehret werdrn, wie man eine Klucke setzt.
Wenn eine Henne viel kkuckt, ein 3^est macht, und Sier darein legt, so ist es ein Kennzeichen, daß sie brüten will, man muß ihr dahero zu Hülfe kommen, und allerlei weiches Stroh in das Nest werfen, ferner muß man ihr Eier unterlegen, und dabei ist em Vortheil, den man in Acht nehmen muß. Man muß die Eier in eine Schürze nehmen, nicht mit den Händen hinein legen, sondern sie müssen aus der Schürze nach einander weg ins Nest fallen, doch so, daß sie nicht zerbrechen, die- fts hat den Vortheil, daß die Küchlein mit einander zugleich auögevrütet werden, die Ursache hiervon hat man zwar noch nicht entdeckt, aber doch die Erfahrung gemacht, daß die Eier, so wie sie mit den Händen emgeleat werden, auch jeder Griff oder Handvoll allemal einen Tag später auöge- brütet wurden, und mehr als drei Eier kann man nicht gut nehmen, so würde also die Hühnecmutter fünf Tage damit beschäftigt feyn>
Man muß sich ferner wohl vorsehen, daß man keine Wmdeier ergreift . D-cseS kann man sehr leicht entdecken, wenn man ft? schüttelt, und die Dotter schlottern darinnen , ferner wenn sie schwimmen, alle Eier, die unterfingen, sind gut Wenn die Henne die Eier eine Woche besessen hat, kann man sie am besten erkennen, wenn man sie gegen das Licht halt, und wo hin und wieder rothe Adern sind > das sind die besten, wo aber die Dottern bleich sehen, das sind Windeier,
Die Blutstropfen in den Eierspitzen sind Kennzeichen, daß ein Hahn aus die
sem Ei gebrütet hoirbv Will man nun viel Hühner und wenig Hähne haben, so muß man an beiden Seiten spitzige Eier unterlegen , denn aus den runden oder eimpi« tzigen Eiern werden Hähne, und aus den länglichten Hühner. Das Nest muß man der Klucke nicht versetzen, denn sie sucht sich allezeit den besten und sichersten Ort aus. Eine Klucke brütet gemeiniglich n Tage r dann muß man nachsuchen, ob die Klucke gepickt hat, Den lNen.Tag fangen die Küchlein an selbst sich aus dem Ei heraus zu picken, man darf nur das Ohr an das Nest hallen, wenn die Klucke nicht sitzt.
Sind die Küchlein ausgekrochen, so nimmt man sie nach einer kleinen Weile vom Neste weg, wenn sie trocken sind, damit sie die alte nicht lobt tritt, und setzet sie in ein Geschirr mit Federn, bis die Küchlein alle auegekrochen sind, alsdenn giebt man ihnen zuerst Hirsen und Milch, oder hart gekochte, klein gehackte Eier, dieses thul man so lange, bis sie einige Tage oder eine Woche all sind, und snfangen Körnchen zu suchen, man muß sie aber nur mit geringen Weitzenkörnern futtern.
Der Verfolg im nächsten Stuck.
Bekanntmachung von verschiedenen
Sachen.
i) Künftigen Mittwoch, den i. Februar und folgende Tage, Nachmittag- um l Uhr, sollen dahier in der Greudmi- schen Wohnung , in des Schuhmacher Dietzen Behausung in den neuen Bauen, allerhand Meudles, Bettung, Eis n, Kupfer, Zinn, Silber und anderes Küchengerakhe, Holzwerck u. s. w. gegen gleich Baare Bezahlung öffentlich an Den Meistbietenden verstrichen werden. Liebhaber können sich daftlbit einsinden/ und dem Verstrich bei* wohnen.
2) Künß*


