Ausgabe 
28.1.1797
 
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Von den ^äfcntnt».

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Der Geist einer Henne wir- sichtbar, wenn sie auf die andern Achtung giebt, ob sie etwas sinden, und ihnen immer nach- geht, diese hat Lust sich zu nähren, und Trieb sich treten zu taffen. Man wird oft hemerkt haben , wenn ein neuer Hahn zu den Hühnern gebracht wird, so zeigen sich gleich die guten un- schlechten dadurch aus, die guten begrüßen ihn gleich, undermun- teru ihn zum Treten , die schlechten aber, Mm ihn ganz, gleichgültig an, und es ist

Das Hühner-Geschlecht ist verschie­den, man hat Truthühner, Stoppelhüh­ner/ Kaulärsche, Brabanter Hühner, Eng- lische und zwergbeinigte Hühner, alles sind Zahme Hühner. Will man Hühner hal­ben, so muß. es von der besten Race seyn, und solche nur vier Jahre nacheinander nu­tzen, alsöenn aber abschlachten, weil sie dann nicht viel mehr taugen, sonst kommt nichts dabei heraus. Da aber die Hen­nen auf einem Hofe den ersten Rang Ha­den, so muß man sehen, daß alle Hennen von dem besten Schlage sind. Eine gute Henne muß folgende Eigenschaften haben: sie muß einen aufrechten Kamm und ro- thes Maul haben, sie müssen stark und dreitbrustig ftyn, und fünf kleine, oder wenigstens kurze Sporen haben. Diese Art ist am fruchtbarsten , und diese Eigen­schaft haben weistentheils die schwarzen Hennen. Eine Henne, die einen blassrn

thnen einerlei, diese haben einen mindern Xrub, unö legen auch kleine Eier, fangen spater an , und Horen früher auf zu legen

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' , .\me _^me Ausgeberin muß nicht nur bei den Hühnern eine fleißige Beob- awterm fepn, nemlich sie muß erforschen, welche unter ihren Hühnern am ersten und längsten, und zugleich -iegröß-en Eier.'eat, dazu hat sie tagUch Gelegenheit, auch muß sie die Eigenschaften einer guten Henne »ü'llfn; dies ist nicht genug, die Hühner, welche spat Anfängen, und bald aufhören zu legen, auch wohl kleine Eierlegen, muß Ne m'k bessern zu vertauschen suchen, denn sie fressen eben dasselbe Futter, was die guten Hühner fressen. Unter die besagten Eigenschaften der Hühner gehören noch folgende: Manche Hühner verlaufen od^ verfliegen sich zu sehr, hier muß man nach der Ursache forschen, ob sie Gelegenheit zu scharren suchen, ob sie von den andern ver­trieben werden, sich mit dem Hahn nicht vertragen können, und ob sie die Eier ver­tragen ; ersteres Uebel muß man dadurch zu heben suchen, daß man ihnen die Gele-

a'ebtunte,r -en Hühnern eine Art, keine Schwänze, sondern glatt über^ net man federn haben, diese nen- net man Kaularsche. Diese Hühner sind gar nicht übel, sie legen den andern gleich;

Klucke oder Mutter kann man sie nicht brauchen, denn sie bedecken mit ik rem Körper zu wenig Eier. Ferner giebt es Hühner, denen die Federn verkehrt ge­wachsen sind, diese nennt man Stoppel- Hühner, sie sind vortrefliche Legehühner, al.ei andern als Truthen u. dergl. soll wei- ter unten erwähnt werden. Die braunen Hühner folgen in der Güte nach den schwär- *11 «1 r ^ von Gebäude, und fest in der Gesundheit, |te sind den weissen Hüh^ nern weit vorzuziehen, diese halt man be- ......e*'"" I VIC r.ur.t inunni f°nbrrS 111 England für die schwächsten, in- und matten Kamm hat, die in ihrem besten sie ganz zu verwerfen, wäre Tbor- Gang den Hals zu sehr niedrig trägt, die beit. Eine gute Ausgeberin muß nicht »st gemeiniglich engbrüstig, und ist keine gute Klucke , besonders wenn noch kleine Flügel damit verbunden sind, dieses wird man im Fliegen gewahr, wenn sie nemlich mit Mühe und Tlnstrengung aufwärts flie­get,'ferner, wenn sie nicht fleißig scharret.

Hs giebt Hühner, dle wenig oder gar nicht scharren, diese sind nicht von der besten Güte, und beständig mager.