Ausgabe 
27.5.1797
 
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fahr so viel Kohlstöcke oft nöthig, an ei­nen besondern Oct, Uebrigeii» gilt es gleich, ob sie noch Köpfe haben, oder solche bereits abgeschnitten roorDen.

Alle Arten von Kohl leiden vielen An­fall von Raupen: 0a» sicher ne Mittel zu ihrer Vertilgung ist/ Oa£ man sich einige Tage Die Mühe Nicht verdriessen laßt/ solche abzulesen.

Von der wmterfärterung de« Rindviehs, besonders der Rahe.

Es wird in unfern Tagen so viele» über die Winlerfüiterung des Hornviehes gkichrieben, Daß man oft selbst nicht weiß, was man, um am beiten zu fahren/ da­von wählen soll. Was man bisher noch darüber geschrieben, scheint immer entwe­der zu kostbar/ ober mit zu vieler Be­schwerde verknüpft zu fepn. Aus dieser Ucjache hofft man , daß diese Art als die hegueluste und beite gefunden werden wird, die man hier mittheilt Eine itoe Kuh bekommt im Wmter ihr aem-»ssenes Fck- ter, und zwar täglich ro Pfund Heu, und 25 Hf. Stroh Lorn leztern laßt man et oa 5 Hf. zu Häkfel schneiden, und was von Dem üvrigen/ nachdem es das Vieh durchgefrcss n hat , zurückgelassnt wird, dienet zur Streu dessiden. D^s Heu und Stroh wird a(l Morgen durcheinan­der geschü tet, und solch.« dem Vieh von Zeit zu Zeit tn kleinen Portionen gegeben Da» erste Fu ter bekommt es des Morgens um 6 Uhr, das 2te um k Uhr, das ;te um lo Uhr, um 12U ir erhalt es ein Fut­ter Hassel; das 4te um 2 Uhr, das $te um 5 Uhr, und das 6tr um y Uhr, da ihm dann der ganze Rest gegeben wird. Aus einer vieljahriqen Eefabrunq weiß man, daß es gut fty, di? Kühe, und üoerhaupt das Hornvieh von der Z-it an, da sie ein­gebunden werden , bis N'ujahr gut zu füt­tern. Aus dieser Ursache laßt man dem

Vieh bis Neujahr oder auch etwa- länger, täglich eine gedoppelte Portion Heu rei- lh.'n, und kürzt ihm dagegen soviel vom Stroh ab. Sobald aber Die Kühe auf* trokncn, werden sie blo» mit Stroh ge­futtert ; alsdann wird Dasjenige Heu wie­der gewonnen, was sie vorher mehr be­kommen haben. Nach Dem Kalben aber erhalten sie wieder ihr gewöhnliches Fut­ter , äusser daß ihnen jedesmal auf dem Halsel sowohl, al« in Der Tranke ein paar HandevoU geschrotener Hafer gegebenwirD; Der... nach Haferschrot geben sie mehrere Milch, als nach Rockenschrot oder Mehl. Man halt es für zuträg ich, die Fruchten nach der Ernte so bdD wie möglich auedre- schen und aufschütten zu lassen : Dio bei Dem Abschweifen und Reinmachen deö Korns sich sin'dende Aehren, worinnen oft noch etwas Korn besindlich, werden an einen sichern Ort gebracht. Von Dieft m wird nachmals Dem Vieh stdesmal eine Portion auf Cem Haksel gegeben, welches aber un­terbleibt, fo oft in Der Hau- Haltung brau- ner oder weisser Kohl gebraucht wird. Da Dann Der Abfall von demselben gestossen, und statt Der Aehren mit Dem Häksel ver­mengt wird.

Auf Diese Art kann man genau be­stimmen , wie viel ein jedes Stück Vieh zur Winterfütterung an Heu und Stroh bedarf, wie viel feine Unterhaltung kostet, und niemand fezt sich einer Gefahr aut, Daß sein Vieh unnöthiger Weise mit Kvrn gefuttert werde- Bei dieser Behandlung befinDet sich Da» Vieh ausserordentlich gut, hält sich munter und gesund. Gegen Da» Frühjahr wird Demselben eingemachter Kohl auf Häksel gegeben , Denn ein guter Hauewirth läßt allen Abfall vom weissen unD allen andern Arten Kohl fein schnei. Den, in großen Tonnen mit Salz einma­chen , und so zum Futter aufbewahren. Anfangs will das Vieh zwar nicht gerne

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