Ausgabe 
25.3.1797
 
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grossen und kleinen Alleen, diezusammen- genommengegen 7 Morgen betragen, durch­schnitten , und die dardurch entstandene Abteilungen, mit allen Gattungen und Sorten der in diesem Lande wild wachsen­den Baume und Suauchhölzer, befett Da aber dieser Plaz nur eben gemacht und nicht vorher rejolt# auch nicht gehörig un­tersucht worden, wohm man je De Art von Holzgewachsen nach Erforderniß de» ihr angemessnen Erdreichs, pstanzeu könne: so wollte auch fast gar nichts gerathen. Nun waren einmal die Planirungs- und Befriedigungskosten, welche gleich Anfangs über 4000 Thlr. mögen erfordert haben, aufgewandt. und da der Plaz, gegen Süd­west ein wenig abhanqend, sehr bequem schien, eine Obstbaunuchule darauf anzu­legen , s« wurde solcher >0 Jahre hernach,, in dieser Absicht meiner Anordnung über­geben , und zu Bestreitung Der Kosten )ähr» lich nicht ggnz 200 Thlr. bestimmt..

Das erste, was ich thun konnte, war-, daß ich diejenigen Abtheilungen,, Die mir die besten zur Baumzucht schienen,- reiolen ließ. Unter 104 Abtheilungen fanden sich etwa ;eben r- wohin ich nur blosmn Zusatz von Besserung, junge Baume sttzrn lassen konnte. Bei den übrigen traf man auf gross' Schwierigkeiten An einigen Orten sanden sich ;m Grund Steine und Felsen, an ande! n Orten ein bloss r Leltrngrund, ein-' Erdart, auf der weder G noch Holz wachset; wiederum an aridem Orten ein sogenannter LebemkieS, anderswo der lau tere Sand, und also fast durchgehende-ein sehr undankbares Erdreich zur Baumzucht.

Bei diesen grossen Hindernissen und dem kleinen Unterhaltungsfond, war es mir schlechterdings unmöglich , seither als in einer Zeis von r6 Jahren , auf diesem Pia; mehr als etwa 8 Morgen angreiffm und zurichten zu lassen. Mehr als einmal;

müssen aus einer einzigen Abteilung 2 btS 300 Roßlastsseine ausgenommen, und dar- gegen Erde von auswärts beigeführt wer­den, und so hat manche Abtheilung, höch­stens 1^/4 Morgen groß mehr, als 50 Thlr. zu rejolen gekostet, auch mußt ich an vielen Orten das magere Erdreich bedüngen, wozu mehr als 60® Roßlafnürger erfordert wurden.

Aller dieser Hindernisse, und deet ge­ringen Fonds ungeachtet, sind doch in einer Zeit von r6Jahren, schon über ggooover­letzbare Obstbäume in dieser Baumschule er­zogen worden; und wenn das Erdreich bes­ser und der Unterhal'ungSfond grösser ge­wesen wäre: so würden in einer solchen Zeit beinahe loo tausend Stük haben erzos gen werden tön new.

Nun ist der Verkaufspreis in hiesi­gen Gegenden das Stück zu 68 Ba­tzen , wrewohl ich sie wegen guter Qualität meist um IO Batzen verkaufen können, und also ist leicht zu berechnen, daß mit Inbe­griff' eines Gehalt, diese Baumschule, so lange sie unter meiner Aufsicht steht, nicht allein gar nichts gekostet, sondern noch Ge­winn getragen hat.

Dies sind Thatsachen, die ich nöthi- gen Falls mit Documenten erweisen kamt, und denen ich nur noch beifüge, daß mir erst kürzlich noch eine andere Baumschule von beinahe 40 laustnd theile halb erwach­senen Bäumen und tbeils noch ganz jungen Pflanzen, zur Aufsicht und Behandlung tib-Tgeben worden , welche ein gelernter Gartner seit 15 Jahren zu besorgen hatte. Die mag doch wohl ein Vertrauen auf meine Einsichten und auf meinen Fleiß be­weisen

Unter allen land- undfeldwirthschafs- lichen Gewerben, ist die Baumzucht daS Einträglichste. Der Verschluß ist beinahe so gewiß als irgends bei einem andern, denn wenn auch nicht besonders grosse Vermeh­rungen , keine neue Baumanlagen vorge- nym>