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grossen und kleinen Alleen, diezusammen- genommengegen 7 Morgen betragen, durchschnitten , und die dardurch entstandene Abteilungen, mit allen Gattungen und Sorten der in diesem Lande wild wachsenden Baume und Suauchhölzer, befett Da aber dieser Plaz nur eben gemacht und nicht vorher rejolt# auch nicht gehörig untersucht worden, wohm man je De Art von Holzgewachsen nach Erforderniß de» ihr angemessnen Erdreichs, pstanzeu könne: so wollte auch fast gar nichts gerathen. Nun waren einmal die Planirungs- und Befriedigungskosten, welche gleich Anfangs über 4000 Thlr. mögen erfordert haben, aufgewandt. und da der Plaz, gegen Südwest ein wenig abhanqend, sehr bequem schien, eine Obstbaunuchule darauf anzulegen , s« wurde solcher >0 Jahre hernach,, in dieser Absicht meiner Anordnung übergeben , und zu Bestreitung Der Kosten )ähr» lich nicht ggnz 200 Thlr. bestimmt..
Das erste, was ich thun konnte, war-, daß ich diejenigen Abtheilungen,, Die mir die besten zur Baumzucht schienen,- reiolen ließ. Unter 104 Abtheilungen fanden sich etwa ;eben r- wohin ich nur blosmn Zusatz von Besserung, junge Baume sttzrn lassen konnte. Bei den übrigen traf man auf gross' Schwierigkeiten An einigen Orten sanden sich ;m Grund Steine und Felsen, an ande! n Orten ein bloss r Leltrngrund, ein-' Erdart, auf der weder G aö noch Holz wachset; wiederum an aridem Orten ein sogenannter LebemkieS, anderswo der lau tere Sand, und also fast durchgehende-ein sehr undankbares Erdreich zur Baumzucht.
Bei diesen grossen Hindernissen und dem kleinen Unterhaltungsfond, war es mir schlechterdings unmöglich , seither als in einer Zeis von r6 Jahren , auf diesem Pia; mehr als etwa 8 Morgen angreiffm und zurichten zu lassen. Mehr als einmal;
müssen aus einer einzigen Abteilung 2 btS 300 Roßlastsseine ausgenommen, und dar- gegen Erde von auswärts beigeführt werden, und so hat manche Abtheilung, höchstens 1^/4 Morgen groß mehr, als 50 Thlr. zu rejolen gekostet, auch mußt ich an vielen Orten das magere Erdreich bedüngen, wozu mehr als 60® Roßlafnürger erfordert wurden.
Aller dieser Hindernisse, und deet geringen Fonds ungeachtet, sind doch in einer Zeit von r6Jahren, schon über ggoooverletzbare Obstbäume in dieser Baumschule erzogen worden; und wenn das Erdreich besser und der Unterhal'ungSfond grösser gewesen wäre: so würden in einer solchen Zeit beinahe loo tausend Stük haben erzos gen werden tön new.
Nun ist der Verkaufspreis in hiesigen Gegenden das Stück zu 6—8 Batzen , wrewohl ich sie wegen guter Qualität meist um IO Batzen verkaufen können, und also ist leicht zu berechnen, daß mit Inbegriff' eines Gehalt, diese Baumschule, so lange sie unter meiner Aufsicht steht, nicht allein gar nichts gekostet, sondern noch Gewinn getragen hat.
Dies sind Thatsachen, die ich nöthi- gen Falls mit Documenten erweisen kamt, und denen ich nur noch beifüge, daß mir erst kürzlich noch eine andere Baumschule von beinahe 40 laustnd theile halb erwachsenen Bäumen und tbeils noch ganz jungen Pflanzen, zur Aufsicht und Behandlung tib-Tgeben worden , welche ein gelernter Gartner seit 15 Jahren zu besorgen hatte. Die mag doch wohl ein Vertrauen auf meine Einsichten und auf meinen Fleiß beweisen
Unter allen land- undfeldwirthschafs- lichen Gewerben, ist die Baumzucht daS Einträglichste. Der Verschluß ist beinahe so gewiß als irgends bei einem andern, denn wenn auch nicht besonders grosse Vermehrungen , keine neue Baumanlagen vorge- nym>


