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man sich bet der Erstehung
Pferde, von ihrer Geburt an biß ins dritte Jahr, ju verhalten habe..
Verfolg §- 5-
Von der Behandlung der Füllen im drittem Sommer,, wenn sie zwei. Iayr/ alt sind.
Den dritten Sommer werden die #uk len abermals auf die Weide getrieben. v5 geschieht! zu eben der Zeit, wie es in den beiden ersten geschehen; sie weiden eben jo lange, sie werden auf die nämliche ^rt gefüttert, gewartet u. s. tx>. Es ist kein Un- lerschied , als daß die tt'nterstandshutten vermehret, und die Weideplätze großer styn wüsten, weil die Füllen mehr Nahrung, , bedürfen^
Von der Behandlung der Füllen im dritten.
Winter, wenn sie drittehalb Jahr alt sind.
Ehe die Füllen in den Stall gebracht werden, wüsten die Krippen^und Raufen erhoben, die Stande mit Streubaumen, mit Stricken und Halftern versehen, Leute rum Warten gedungen, Putzzeuge, Trensen, Truckgeschirrerc angeschaffet, unddie Füllen in allen Stücken wie Pferde behandelt werden ; ob sie gleich nicht mehr, als drittchalb Jahr erlebet haben.
^sedes wird alsdann angebunden, jedes bekommt ff in», Nummer, und drey ynb drei) einen Wärter Fedes wird ge- putzet, jedem werven nach dem Putzen die Mähnen, der Schweif, die Hüfe mit frischem Wüster gewaschen, jedes bekommt täglich eine halbe Portion guten Hafer, 7 big 8 Pfund Heu, und ein halber Gedund Gersienstroh, nrbst einer Handvoll Sülz «llf sein. Futter»
Bei jeder Fütterung wird ein militärisches Z ichen gegeben. Zum Beispiele in der Frühe die Trommel gerührer, zu Miltüge eine Pistole abgefeuert und getrommelt, auf die Nacht die Trompete ge- blasin, und ein paar Grenaden geworfen.. Das lezte sollte vorzüglich alle Tage geschc-- hen, so lange die Pferde die dritte Weide genrrstlw
Gctranket werden die Füllen nach jedem Futter, und jedesmal Winter und Sommer, mit frischem Wasser, wie es aus dem Brunnen, oder Bache geschöpft! wird^ auch müssen die Füllen alle Tage in die frische Luft gebracht, spazieren geführt,, oder am Laufstile beweget werden»
Auf diese Art werden die Füllen behandelt , bis sie drei Jahre haben. Kann man sie den vierten Sommer noch weiden, lassen, so ist es nicht nur gut, sondern man erspare! auch dabei; allein selten findet, man alsdann eine gute Gelegenheit, es gehören große und gesperrle Weiden dazu; äusser den leztern ist ee schwer, die Thiere in diesen Jahren, in einer Heerde beisammen zu erhalten.
§'. 7.
Don der Pflege der Füllen, wenn sie drek Jahre alt werden.
Wenn die Füllen vollkommen drer Jahre alt sind, und nicht mehr geweidet werden können; so bekommen sie eine ganze Portion Hafer, und behalten ihre 8 Pfund Heu, nebst dem halben Gebui.de Gersten» stroh, bis sie viertehalb Jahre Haden. Iw dieser Zeit laßt man sie satteln, täglich am Laufstile bewegen , bis sie die Stätte erhalten, ohne Schaden den Reiter zu tragen, der ihnen den Kriegsdienst lehret. Sobald- sich kiest Zeit nähert, muß maw ihre Hüfe beschlagen, und ganz.e Portionen: abreichen»
ifc.


