Ausgabe 
22.7.1797
 
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man sich bet der Erstehung

Pferde, von ihrer Geburt an biß ins dritte Jahr, ju verhalten habe..

Verfolg §- 5-

Von der Behandlung der Füllen im drittem Sommer,, wenn sie zwei. Iayr/ alt sind.

Den dritten Sommer werden die #uk len abermals auf die Weide getrieben. v5 geschieht! zu eben der Zeit, wie es in den beiden ersten geschehen; sie weiden eben jo lange, sie werden auf die nämliche ^rt ge­füttert, gewartet u. s. tx>. Es ist kein Un- lerschied , als daß die tt'nterstandshutten vermehret, und die Weideplätze großer styn wüsten, weil die Füllen mehr Nahrung, , bedürfen^

Von der Behandlung der Füllen im dritten.

Winter, wenn sie drittehalb Jahr alt sind.

Ehe die Füllen in den Stall gebracht werden, wüsten die Krippen^und Raufen erhoben, die Stande mit Streubaumen, mit Stricken und Halftern versehen, Leute rum Warten gedungen, Putzzeuge, Tren­sen, Truckgeschirrerc angeschaffet, unddie Füllen in allen Stücken wie Pferde behan­delt werden ; ob sie gleich nicht mehr, als drittchalb Jahr erlebet haben.

^sedes wird alsdann angebunden, je­des bekommt ff in», Nummer, und drey ynb drei) einen Wärter Fedes wird ge- putzet, jedem werven nach dem Putzen die Mähnen, der Schweif, die Hüfe mit fri­schem Wüster gewaschen, jedes bekommt täglich eine halbe Portion guten Hafer, 7 big 8 Pfund Heu, und ein halber Gedund Gersienstroh, nrbst einer Handvoll Sülz «llf sein. Futter»

Bei jeder Fütterung wird ein militä­risches Z ichen gegeben. Zum Beispiele in der Frühe die Trommel gerührer, zu Miltüge eine Pistole abgefeuert und ge­trommelt, auf die Nacht die Trompete ge- blasin, und ein paar Grenaden geworfen.. Das lezte sollte vorzüglich alle Tage geschc-- hen, so lange die Pferde die dritte Weide genrrstlw

Gctranket werden die Füllen nach je­dem Futter, und jedesmal Winter und Sommer, mit frischem Wasser, wie es aus dem Brunnen, oder Bache geschöpft! wird^ auch müssen die Füllen alle Tage in die frische Luft gebracht, spazieren geführt,, oder am Laufstile beweget werden»

Auf diese Art werden die Füllen be­handelt , bis sie drei Jahre haben. Kann man sie den vierten Sommer noch weiden, lassen, so ist es nicht nur gut, sondern man erspare! auch dabei; allein selten findet, man alsdann eine gute Gelegenheit, es ge­hören große und gesperrle Weiden dazu; äusser den leztern ist ee schwer, die Thiere in diesen Jahren, in einer Heerde beisam­men zu erhalten.

§'. 7.

Don der Pflege der Füllen, wenn sie drek Jahre alt werden.

Wenn die Füllen vollkommen drer Jahre alt sind, und nicht mehr geweidet werden können; so bekommen sie eine ganze Portion Hafer, und behalten ihre 8 Pfund Heu, nebst dem halben Gebui.de Gersten» stroh, bis sie viertehalb Jahre Haden. Iw dieser Zeit laßt man sie satteln, täglich am Laufstile bewegen , bis sie die Stätte erhalten, ohne Schaden den Reiter zu tra­gen, der ihnen den Kriegsdienst lehret. Sobald- sich kiest Zeit nähert, muß maw ihre Hüfe beschlagen, und ganz.e Portionen: abreichen»

ifc.