Ausgabe 
22.4.1797
 
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Verw-hrttngsmittel gegen die Äeer- bienen.

Verfolg.

Man nehme also dergleichen Stöcke nur gleich weg, weil sie jur Zucht nicht weiter laugen, damit man aber recht sicher gehet, so sehe man selbst in diejenigen Stocke hinein, die bereits abgefchwarmt haben, treibe die Dienen durch Rauch zurück, und jehe gee nau zu, ob man in den Scheiben junge Bienenbrut bemerken könne. Ist solche da, so hat der Stock wieder einen guten und aesunden Weisel bekommen. Sollte man aber dergleichen nicht bemerken, statt deren hingegen mehr Drohnenbrut, so kann er nur gleich weggenommen werden, weil er keinen Weisel hat.

b) Weil alle Dienen von Natur räu­berisch sind, so ist nöthig , daß die Fütte­rung im Frühjahr behutsam und vorsich- liq eingerichtet werde. jn dieser ckbstcht ist das Füttern mit hartem unvermischten Honig bestens zu empfehlen. Die Lor- tbeile, welche diese Art zu futtern, von der gewöhnlichen hat, sind sehr beträchtlich. Es kann von dem harten Honig, so zuckerreich (r auch immer seyn mag, so viel m kleine hölzerne Tröge, als hinemgeht, gedruckt werden; solche setzt man vermittelst kleiner Hölzer womit die Gegend de» Stocks durch­stochen wird, wo der Trog hingesttzt wer- den soll, dicht unter die Scheiben, damit sie selbige ohne Mühe erreichen können Da können nun Vie im Stock befindlichen Bie­nen diesen Honig nicht allem sogleich m Verwahrung nehmen, so daß keine fremde Diene daran kommen kann, sondern man wird auch dadurch zugleich der Muhe uber- hoben, diese Fütterung gar zu oft zu wie- Verholen. Man lauft auch bei dieser Art zu füttern, nicht leicht Gefahr, viele von seinen Bienen zu verliehren , deren Lerlust »i> Ott ätietincn Art, ein mit Wosstt »et.

mischte« Honig jn futtern , ganz unter, weidlich ist. Diese Fütterung kann zu allen Zeilen de» Tages, wenn es nicht gar zu heiß ist, vorgenommen werden, und man ist vor den Heerbienen völlig gesichert, wenn anders der Stock gut verwahrt wird.

c) Da endlich der Ar öden der Bienen, zumal wenn in der Nahe mehr Bienen­stände sind, besonders wenn der Rübsa- wen in der Blüthe steht, ihnen nachtheilig werden kann, indem sie dadurch wechstls- weise herbei gelocket werden, so wäre allen und jeden Bienenfreunden anzuralhen, um diese Jahrezeil ihre ganze Aufmertsamkeit zu verdoppeln, keinen Tag abwesend zu seyn, und alle schwache und Weisellose Stö­cke wegzusetzen, und endlich alle und jede gegen die Anfalle fremder Bienen sorgfäl­tig zu verwahren. Die» wird geschehen, wenn man nicht allein alle Ritzen und Lö­cher gehörig zuschmiert, sondern wenn man auch die Fluglöcher durch kleine, etwa ei­nen halben Finger breite Hölzerchen von Tannenholze zu verpallisadiren sucht. ES können hauptsächlich zwei dergleichen der­gestalt in die Länge de» Flugloches geste. ckel werden, daß sie in der Mitte desselben zusammensto6en. Dadurch setzt man Vie fremden Bienen äusser Stand, gerade zu in Oie Stöcke zu schiessen; sie werden da­durch ferner gezwungen, ihre Anfälle von den Seiten zu versuchen, und dabei mehr unglücklich zu seyn, weil sie da weit eher und leichler von den Bienen erhascht unö weqgebissen werden können Wären auch ja durch den Broden fremde Bienen zu ei­nem Anfall verfuhrt worden , so kann man diesem liebel leicht abhelfen, wenn man Liebstockkraut in die Fluglöcher der beheer- ten Körbe steckt, wovon der ganze Krieg bald ein Ende nehm-n wird. Die Bienen werden sich von dem Augenblicke an, sonst nur der Stock gut ist, und einen Wei­ft! hat, zu beissen anfangen, und wenn dann