Ausgabe 
21.1.1797
 
Einzelbild herunterladen

) II (

uneigentlich, so genannten- sondern von dem wahren, bösartigen, mit der Haupt- ftuche gleiche Bewandmß habenden Lun- aen - und Milzbrände geredet. Daß es diesen gebt? haben mich meint Erfahrun­gen üoerzrugt, so, daß ich mich also, in Ansehung meiner Behauptung durchaus in keiner Verlegenheit befinde.

Höchstens könnte mir Ser Umstand' zur Verantwortung- angerechnet werden, daß ich diese Absätze, nemlich die drandigte Beschaffenheit der Lungen und der M'Ij, Langen- und Milzbrand genennt habe. Wenn ich aber behaupten darf, daß dem einen, wie dem andern Schriftstel­ler die Freyheit zustehe, eineBenennunq zu wählen, welche er für die passendste hält, und ihm diese Freyheit nicht streitig ge­macht werden könne, eins Benennung zu wählen, welche die Sache am besten und vollkommensten karaktensirt r so glaube ich auch dadurch nicht gefehlt zu haben, roenrr ich die brandigte Beschaffenheit der Lungen und der Milz r bey der Hornviehpest, Lun­gen - und Milzbrand genannt habe. Ich glaubte fast mehr Recht dazu zu habens als diejenigen zu haben meynen, welche diese Seuche Löserdürre nennen, wodurch dieselbe vielleicht am weniasien karakteri­strt wird, oder als dieienigen Recht zu ha­ben glauben, welche sie U» bergalle nennen, worunter andere die Gelbsucht verstehen. Ich konnte mich aber, wenn anders Autoritä­ten ein G wicht geben sollen, in Ansehung meiner Behauptung, auch auf den Aus­spruch eines neuern klassischen Schriftstel­lers stütz'n, welcher sagt:Die tunqen* entzündung kömmt auch unter dem Na- men Lungenseuche und Lunaendrand vor: B-yde Namen sind aber nicht' für t)»e Krankheit Übelhaupt passend, da jener ,, nur eine zufällige iwt der Rindviel pesk vergesi lllckaftete 'Lntzsindung d"S R'P- penfeüsund der Lungenflügel, dieser aber

den schlimmem und schnell tödlichenAuS- gang der Krankheit, anzudeuten ver. mag?'--Dies war ich genöthigt,

hier besonderezu erinnern, mit dem Bey- satze i dasi das Rindvieh, welches am Lungenbrande gestorben, eben so adge- hautet und verscharrt werden muß, wie im Kap. von den wahren, ansteckenden Seuchen angegeben worden."

Wenn ich mir übrigens erlaubte, ein Verzeichniß der übereinstimmenden Zei­chen des eigentlichen bösartigen Lungen - Milz und Mundbranües und der eigent­lichen , wahren Rindviehseuche, oder der uneiaentlich sogenannten Loferdürre neben eino^er zu stellen, müßte ich fürchten da» mit zu beleidigen.

H. Schwabe.

Ronzert-Anzeige.

Morgen , Sonntags (den 22 Ian.) wird das ;te Winlerkonzert gegeben; Don­nerstags darauf ( den 26. Ian.) das 2tc Damen-Konzert, beyte im Hezel schen Saale Der Anfang ist,, wie gewöhnlich, Abends um 5 Ubr. Mit dem leztern, (dem Donnerstägigen Damen » Konzerte ) ist, wie künftig jedesmal, ein kleiner Bal, für die Liebhaber, verbunden. Einzelne En­tree -Billets, für beyde Konzerte, sind, vor dem Konzerlsaale noch zu erhalten, (fürs Sonntägige ä 48fr., fürs Donner- ZL ' A

Bekanntmachung.

Künftigen Montag den 2gten dieses,. Nachmittags 2 Uhr, sollen in des Herrn Oderburgermpis'er Ferbers Behausung, nach­stehende dem Kuchensenior Hrn.^ Johann Conrad Eckstein zugehörige Feldgüter, als

t/4 Morgen, I Rut. 8Sck Wiese hin^ term Wallbrunnen, neben Kaspar Müllen fen>>.