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tig, immer baumartig, und durch das viele Ab werfen gienge Der Wuchs stark in Die Wurzeln, diese trieben Sprößlinge, Vie balä einen Wald machten, und den Garten verderben würden. Mit mehr theüe kann man sie aber zu Uferbefesti- gungs Hecken verwenden.
Die Gewinnung des Akazien- saamens.
Da es Besitzern von Akazienwaldun- oen nicht gleichgültig feyn kann, zu wissen, wie sie den Saamen , den ihre Baume vielleicht schon im Sten Jahre liefern,sammeln müssen, so will ich hier noch die Methode bemerken, wie dieses nach Anleitung de» Herrn Kanzler» von Hofmann am besten bewerkstelligt wird.
Das Einsammlen deü Akaziensaamens ist beschwerlich, weil dir Hülsen meist an den Spitzen der Aeste sitzen, und weil eö schwer ist, eine Leiter sicher an die schwachen Beste zu legen, r ohne zu befürchten, daß diese brechen möchten. Sobald die Blatter abgefallen sind, wird der reife Saame gesammlel. Wenn die Hülsen ge- sammlet, und an der Sonne (auch im Immer beym Ofen) auf Tücher gelegt, gut getrocknet und dürre geworden sind, werden sie auf einem leinenen Tuche im sreyen, oder auch auf einer Tenne in der Scheune gedroschen , und wenn die Hülsen ganz klein geschlagen, wird derselbe durch rin feine» Sieb, welches bloß Den Saa- men durchfallen läßt, von den Hilfen ab- gesondert; da aber dennoch viele Körner an denselben bleiben, wird der Ueberrest oder die Spreu noch einmal an Die Sonne ( oder neben den Ofen) gebracht, un d wenn solche einige Stunden gut gedörrt ist, wieder gedroschen, und dieses wirs so oft wiederholt, bis wenig oder gar keine Körner mehr in den zerschlagenen Hülsen zu sehen sind.
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Die Methode, die Hülsen in einen Backofen zu dörren, wie eö wirklich hier und Da geschieht, ist zwar leichter, allein es wird auch manches Körnchen verdorben und kann alsdenn nicht aufgehen, welches daher nie Beyfall verdienen kann.
Die Güte des Saamenü erprobt man dadurch, daß man ihn in ein mit Wasser g füllteS Gefäß wirft. Der schlechte Saame bleibt auf Dem Wasser schwimmen, der gute aber sinkt nach wenig Augenblt- cken uoter. Hat man mit Saamen diese Probe gemacht, so muß er wieder gut ad- getrocknet werden, oder man säet ihn lieber sogleich in das zubereitete Beet ein.
Nachricht von dem Gebrauch der Steinkohlen.
Daß die Stein-Kohlen Der nützlichste und gemächlichste BranD seye, ist keinem Zweifel unterworfen. Sie erfordern weder den grosen Raum, welchen man zur Verwahrung Des Holzes nöthig hat, noch Das kostspielige klein machen. Nur ein Vorurtheil hat bishero den allgemeinen Gebrauch Derselben verhindert. Man behauptet nemlich i el seye der Dampf, wel-> cher von dem Brand entstehet, Der Gesundheit höchst nvchkhcilig. Allein, wie wenig Dieser Satz gegründet seye, beweiset Die tägliche Erfahrung. In Holland und En- gelland, wo man sich fast einzig und allein Derer Stein-Kohlen bedienet, sind Die Leute eben so stark und gesund, als in Den Ländern, wo der Gebrauch Derselben ganz unbekannt ist. Es stimmen auch hiermit viele geschickte Arzney - Verständige überein, und Der Herr Professor Krieger sagt unter andern in seiner Abhandlung von Stein-Kohlen :
^Man erkennet Den Nutzen Der Stein- „Koheen nirgend« besser, als wo man am ,,Holze einen Mangel hat; und es würde „ gewiß vor Hatte sehr schlimm feyn, wenn


