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vvuerhafte Bäume , daß gleichwohl die Straffen besezt werden können. Man hat Linden, Ahorn, Ulmen, Akazien , etliche Sorten Sorbien», Eschen, Birken, Buchen, Eichen, Ellern , Pappeln und Weiden. Meronnen oder Roßkastanien, süsse Kastanien und Waldnüsse gehören schon zu deu fruchtbaren Baumen, auch geben Buchen und Eichen seiner Zeit ihren Ertrag, und Niemand fürchte, daß die beiden lez- lern nicht wohl versezt werden können. Vom Saamen in der Baumschule erlogen, und noch;ung etlichemal versezt, sind sie allenthalben hin versrzbar. Es geben auch die Nadelhöl er, Tannen, Fichten, Forchen und Brachdaume die schönsten Baum- Alleen zur Besetzung der Landstrassen, und was bei den Walddäumen am Odst-Ertrag zurükbleibt, Vas wird durch den schnellen Wuchs des Holzes wiederum erftzt.
, Die Möglichkeit und Thunlichkeit der Strassenbesitzung mit Baumen glaube ich nunm hro genugsam veleuchtet zu haben, ich muß aber die derselben enkgeqenstehende grosse Schwierigkeit, das Nichtwollen noch einmal untersuchen.
Der Wille des Menschen laßt sich durch keine Macht erzwingen. Er entst.het auS einer gänzlichen Ueberjeugung bei sich selbst, daß eme Sache an sich gut, nuzuch und rühmlich ffy, öfters aoer auch andern zu gefallen, oder andern nachzuahmcn. Nachahmungesucht und Ruhmbegierde, haben von «eher Die Menschen zu Thaten entflammt, die nicht selten ohne besondern oder erhchlichen Nutzen gebli-ben sind. Würden also nur vorerst 6«e Grossen und Mächtigen einen Anfang mächen, in ihr ren Landern, wo sie volle Macht haben, etwa?! durch.--netzen - und diese Bepflanzung der Strassn mit 'Baumen • nmal in Bewegung bringen , bald würden ?ie mhu der. mächtigen Stände von selbst Nachfol
gen, indem das Neue bald Liebhaber findet, und leicht zur Mode wird.
Beigrossin Unternehmungen, d;e das Wohl ganzer Nationen betreffen, werden die Bewegungsgründe gemeiniglich aus einer deutlichen Erkenntniß und Darstellung eines grossen Nutzens oder eines grossen. Ruhms hergenommen. Wie viel hier die Beredsamkeit beitrage, den Willen der Menschen zu lenken, das lehrt un-2 die Geschichte. Eine Anrede des grossen Aleran- ders an seine Mazedonier konnte sie in Feuer und Flammen setzen, und zu den grosse-- fielt Thaten hinreissen.-
Weit entfernt, die Baumzucht tnr Grossen oder die Strassenbksetzung mit Bäumen, damit vergleichen — oder glauben zu wollen, daß in unfern Zeiten sich viel von einem solchen Enthusiasmus erwarten lasse, bin ich vielmehr überzeugt, daß der Eigennutz und die begreiflichen Vortheile von einer Unternehmung , die mächtigsten Beweggründe zum Wollen und Handeln abgeben, und daher will ich an- zezt versuchen, meine UeberredungSgründe auS einer andern Quelle herzuleilen.
ES ist zwar schon eingeräumt worden, daß der Obst-Ertrag, als dem Zufall unterworfen, am wenigsten in Anschlag zlp bringen sey. Gefezt aber , daß man nicht alljährlich auf einen Odstherbst sicher zahlen könne: so wird doch im Durchschnitt' alle drei Jahre ein Ertrag zu erwarten seyn. Die Landleute machen hierauf ihre, ziemlich sichere Rechnung.
Von Herrschaft^ weaen hatte ich in lezterm Spaijahr , den Obst - Ertrag, von einer Strassn» Allee, etwa siebentausend Schritte lang', zu verpachten , nachdem der' damalige Obstherbst schon eingehauft gewesen. Diese Allee ist vor etwa 28 Iah-- ren angelegt worden, und enthält aus bei>


