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Zärst!- Verordnung.
Von. Gottes Gnaden Wir Ludwig X. Landgraf zu Hessen rc. rc.
Nachdem Wir^ therls zu Abschaffung der in Unfern Fürstlichen Landen einge- schlichenen Mißbräuchen in Bezahlung der Steuer-Schätzer-Gebühren, theils zu Einführung einer allgemeinen Norm zu verordnen, bewogen worden , daß , .
ein Steuer-Schätzer in den Hauptstädten täglich i
in den Landstädten täglich 45 fr, und
in den Dörfern täglich 30 fr. zu beziehen und von dieser festgesezten Ta^re in keinem Amt oder Ort eine Ausnahme statt finden solle.. So habt Ihr Euch hiernach unterthänigst zu.achten, und die Contravenienten ohne Nachsicht zur Strafe zu ziehen. Darmstadt den ztrnDecem- der 1796.
Gedanken über die Baumzuchr im Grossen, zur
Befenung Der «faapt • und Länder assen mit Bäumen.
Verfolg.
Noch ist zu befürchten, daß die so sehr verschiedenen Reichs - und Landesverfassungen , die vielerlei Stände, Herrschaften und Besitzungen ; Territorial - Gerechtigkeiten, die man durch jede Neuerung, sie sei auch noch so nüzlich als sie wolle, zu verletzen glaubt; VorurtheileEigensinn; nichtsel- trn auch ein wirkliches Unvermögen minderer Stande , dieser so nützlichen Anstalt Hindernisse in den Weg legen werden, die nicht anders als durch Lenkung des Wilkens zu heben sind.
Ihr- Mächtigen in der W"lt, Hshe LandeSregrnten und ObrigkeitenNiemand ausgeschlossen-, welcher Mtzcht und Vermögen hat, den Wohlstand feiner Air-.
genossen und Nachkommen zu befördern.— Lasser euch zur Stiftung eines Denkmals bewegen, das dereinst noch von der Güte eures Herzens, von der G-öße eurer Men- schenliebe, und von eurem rühmlichen Da- seyn auf der Welt, zeugen wiid. DieErde ist gleichsam ein Stoff, den Euch die Vorsehung ausgetheilk und unter die Hande gegeben hat: sie soll nicht nur auf die würdigste Art zum Nutzen der Menschen ge-. braucht, sie soll auch verschönert werden. Dem niedern Landmann sind eure Lusthäuser, eure Gärten verschlossen; entschädigt ihn mit dem An schauen und Genuß von tausend Baum-Alleen,, und seine Enkel werden euch noch dafür segnen. Die Ehrfurcht für den Rang der Grossen in der. Welt, und die Bewunderung ihrer persönlichen Vorzüge kann sich nicht besser rechtfertigen, als wenn ihnen jedermann Dank schuldig ist..
Äusser den vorberührten Schwierigkeiten und Einwürfen, welche gegen die Be- setzung der Landstrassen gemacht werden können, giebt es freilich auch offenbare Hindernisse. Nicht alles Erdreich ist zum Baumwuchk! bequem, besonders zu Obst- bäumen, als vorr denen hier eigentlich die Rede ist. Es sind Gegenden, allwv der Grund allzu steinigt, felsigt oder lettigt ist, oder aus ganz magerm Sand besteht. Auf der Ebene kann es allzu naß und auf den Bergen allzu trocken sinn. An vielen Orten können nur wilde Waldbäume oder die vom Weidengefchlechte, forttommen.
Mögchch wäre es zwar, mit Anwendung grostr Kosten, allen diesen Hindernissen abzuhelfeti; allein es ist nicht rath- fam, -rwa« erzwingen zu wollen, wogegen- die Natur zu streiten scheint. L. nig. 'st-ns muß man auf Obstbänme De zicht thun', ivo sie durchaus nicht gedeihen wollen: es giidl )ß so viele andere schöne utid


