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Der mir unbefanntt Verfasser de- Aufsayes über die Steinkohlen, welchen man vor einigen Wochen in diesem Blatte laß, wird sich um da- hiesige Publicum ein grosses Verdienst, erwerben, wenn er seinem Erbieten gemäß, gute Steinkohlen in hinlänglicher Menge und in wohlfeilen Preisen anhero schäft. Was aber die dazu nöthig seyn sollenden besonderen Oefen und Röste betrift: so bemerke ich, daß die von mir angegebenen bekannten Oefen sich eben sowohl mit Steinkohlen, als mit Holz heitzen lassen. Wenigstens habe ich den vorigen Winter mit ordinairen Schmiede- kohlen den Versuch gemacht. Ich brauchte an einem der kältesten Tage davon einen Cubikfuß, das ist ein Maas voll, das ei­nen Fuß breit, lang und tief ist. Es ent­stand davon eine sehr angenehme und gleichförmige Warme im Zimmer und nicht der geringste üble Geruch war zu spuren. Ich zweifle also nicht, daß diese Oefen ebensowohl zu Steinkohlen zu brauchen seyn werden. Es ist nur nöthig , daß man innerhalb vor die Thüröfnung einen ge­backenen Stein quer vorsetzt, damit die Kohlen die blecherne Thüre nicht unmit­telbar berühren und nicht bey deren Oef- nung herauSfallen können.

G. F Werner.

Beitrag ;u einer wohlfeilern Bereitung des Berlinerblau's.

Beschluß.

Gesetzt man wollte ein Berlinerblau auü einem Theile Eisenvitriol und zwey Theilen Alaun verfertigen , und man nähme zur Bereitung der Blutlauge allemal 100 Pfund Potasche. Diese Blutlauge filtrire man also, wie oben gesagt, in einen Bot- tig und gieße Alaunaufiösunq zu. Ich will annehmen, daß man 40 Pfund Alaun zu- gegossen habe, bis kein Niedersch'ag mehr entstand. DaS freie Laugensalz ist nun

absorbirt, und man kann den Eisenvitriol zusetzen. Von diesem will ich annehmen, habe man bis zur Sättigung 60 Pfund verbraucht. Nun kann man durch eine leichte und kurze Berechnung finden, daß noch 80 Pfund Alaun nöthig sind, um eine Farbe zu erlangen , welche aus einem Theile Eisenvitriol und aus zwey Theilen Alaun bestehen soll. Diese noch nöthige Menge Alauns von 80 Pfunden schlägt man nun besonders nieder und vermischt sie mit dem erstem Präcipitate.

Da dieser Aufsatz nicht für bloße Che­miker, sondern für Fabrikanten bestimmt ist, bey denen man nicht allezeit vorauS- setzen kann, daß sie fertige Scheidekünstler sind, so will ich der Deutlichkeit wegen noch folgenden Fall annehmen. Gesetzt man brauchte 662/3 Pfund Alaun, bis man keinen weißen Niederschiag mehr in der aus 100 Pfunden Potasche bereiteten Blutlauge bemerkte, und müßte alsdann 33 1/3 Pfund Eisenvitriol bis zur Sätti­gung des phlogistisirten Alkali zusetzen, so wäre dies ein Beweis, daß man gerade dar verlangte Berlinerblau aus einem Theil Eisenvitriol, und zwey Theilen Alaun erhalten hätte.

Will man ein Berlinerblau machen, welches aus einem Theil Eisenvitriol und vier bis fünf Theilen Alaun bestehen soll, so braucht das Laugensalz auch nur bis zum fünften oder fechsten Theile phlogistisirt zu seyn, und man hat nicht nöthig in Sor­gen zu stehen, wenn die Phlogistisirung deS LaugensalzeS einmal schwach aukfallen sollte.

Auf den Einwand, daß alle diese Vor« theile nur auf ein mit einer großen Menge Alaun verbundenes Berlinerblau, nicht aber auf ein solches, das bloS aus Eisen- vitriöl ohne Zusatz von Alaun bereitet wer­den soll, angewendet werden können, dient