Ausgabe 
15.7.1797
 
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AmverstrnF

wie man sich bei der Erhebung hunger Pferde f von ihrer Geburt an bis ins dritte Iabr, jtt verhalten habe.

Verfolg.

Zu Mittage werden die Füllen auf die nämliche Art. behandelt, und auf die nämliche Weise getränter. Abends be­kömmt jedes eine Viertelsportion Hafer; wenn diese verzehret ist , eine kleine Por­tion Heu. Au tridken aber bekommen des Abendsatte Füllen im Stalle; den Hafer hingegen sollte man jedes, aus ei- dem Sack fressen lassen, und zwar aus der Ursache, damit auch jedem seine Por­tion zu Theil werde.

Nun laßt man die Füllen ruhig, bis die Wärter schlafen gehen; alsdann be­kömmt jedes eine kleine Portion gutes Gersten - Warzen- Hafer- oderRoggen- siroh, dichte um die Gegend der Krippe verstreuet. Mit diesem können sie sich die Nacht hindurch unterhalten; was sie davon fressen, ist Futter, und was sie liegen lassen, ist Streu für die folgende Nacht.

In Zeit von einem Monate, wird von diesem Strohe wenig mehr liegen blei­ben; die Tbiere werden daher alsdann keine Streu bekommen, aber auch keine bedürfen, denn man will nicht Menschen, sondern Pferde erziehen.

Bei jeder Fütterungszeit werden die Stalle gekehret, und auf das sorgfältigste vom Kothe gcreiniget; dieses muß be­sonders beim Adendmtrer geschehen. Die Reinigung der Ställe wird bis zu dein dritten Winter für das Putzen der Füllen gerechnet; nur werden die Zufälle ausge- nvmmen, daß die Thiere ( wie es sich von selbsten verstehet,) dem ungeachtet ge- reiniget werden müssen, sobald fie schmu­tzig siud.

Alle sechs Wochen, werden die Hüfe untersuchet, und im Falle sie zu laug, verbogen, ungleich, ober sonst verun­staltet seyn sollten, durch einen Schmied verkürzet, gleich gemacht, und auf die Art beschnitten, wie man den Menschen die Nägel abschneidet.

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Von der Behandlung der Füllen, aufder zwoten Weide, wenn sie ein Jahr alt sind.

Den zweiten Sommer weiden die Fällen allein; man wählet dazu Plätze, die mit gutem süsen Grase, mit fliesen- dem Wasser, mir Bäumen, nur Gebü­schen, und im Mangel der lezteren, mit wohleingerichtetenUnterstandshütten (soll­ten sie im Nothsalle auch nur aus g-stoch- tencu Sträuchern bestehen,) versehen sind.

Wo es wenig Baume und gar kein Gebüsche giebt, sind die Uuterstandöhür- ten unentbehrliche Dinge; die Thiere müssen sie haben/damit sie sich vor der Sonne, vor Hitze und rauher Witterung in jedem Falle schützen können.

Die Zeit, wenn man die Füllen auf die Weide giebt, hangt vom Klima, vom Wüchse des Grases, von Luft und Wit­terung ab.

Zn den meisten deutschen Lander» laßt sicp, überhaupt genommen, die Milte des Maimonats zur Ausrreibereit bestimmen. Acht Tage srü.-er, oder spä­ter kommen in keinen Betracht; doch ist es allemal besser, wenn man die jungen Tbiere nicht zn früh auf diese Plätze treibt. Man har alsdann nicht nur gute Witterung, sondern auch gute Weide ui hoffen. Auf beides ist genau zu sehen denn nicht nur das kalte Wetter, sondern auch das junge Gras zernichten oftqgure Schaaren, 6