Ausgabe 
11.11.1797
 
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) I

Zinnes auflöst. Man setzt das Einträgen des Zinnes so lange fort, bis keine Ver­puffung mehr entsteht, und nimmt hier­auf das G schirr aus dem Feuer. DaS Zinn hat ein weißgraues erdiges Ansehn. Im Wasser löst sich dieses mit Pvkasche verbundene Zum leicht und in reichlicher Menge auf. Die Austösur'.q hat ein much- artiges An sehn , und geht vollkvmmm durch ein gilt.ru m von Papier, ohne dieses An- sehen zu verlieren. In verschloßnen Ge säßen halt sie sich, ober an der freien Luft schlägt die Luftsäure nach und .nach etwas davon nieder.

Die Ausivsung deS Zinnes geht wahr­scheinlich auch von statten, wenn man eS mit Potasche einem hinreichenden FeuerS- grade ausfttzt, nur dürfte auf diesem Wege etwas langsamer bewerkstelliget wer. den.

Bekanntmachung.

Künftigen Montag, den izten dieses, wird Endesunterschrrebener» der von seiner Reise aus Frankreich zurückgekcmmen ist, seine Vorlesungen und Privat-Unterrichts­stunden, in der Französischen, Deutschen und Italienischen Sprache, wiederanfan- gen, welches er, unter gebührenden Em­pfehlungen, feinen respektive Gönnern, Freunden und Lernbegierigen, hierdurch bekannt zu machen die Ehre hat. Giesen, den ytm Nvp. 1797- ,

C b affe I, Professor.

Nachricht.

In einer benachbarten Stadt wird ein junger Mensch von guter Erziehung, in eine SpezereihOndlung, wo man auch lange Maaren führet, in die Lehre gesucht. Aus­geber dieser Blätter sagt wohin.

Litterärische Anzeige.

De< Freiherrn von Wolf Neuer Auszug aus den Anfanqsgründen aller ma­thematischen Wissenschaften. Mit nöthigen

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Veränderungen und Zusätzen von F. Tab. Mayer unt) K. C. Langö 0 0 rs. Mit Kupfern, gr 8., ist für 3 st. 30 fr. in Oer Kriegerschen Buchhandlung allhier zu haben.

Wolfs Auszug a 0. A a M W. war feit seiner Erichunung eas gedmuch- trfte und beliebteste Lehrbuch, und selbst noch gebraucht und beliebt, da fern V.c- fasier schon lange todl war. G wie, kein geringer Beweis von der Güte und Brauch- barkeit de eiben. Die FviffchlMe aber die seit dieser Zeit die ma'.hcmatischen Miss n- schäften machten musten, wenn es auch ferner seine Brauchbaren elhallen sollte, nothwendig eine Umänderuiig desselben be- würken. D>e auf dem Xiid g,nannte Ge­kehrte , die das Publikum leimt und ver­ehrt, änderten es daher wirklich um, und vermehilen es mit neuen , dem htzigen Zu­stande der Maihemvlik aiigimesskiicn Zu­sätzen, tffcnOeie in der angewandten Ä>la- themanck. Sie glauben daß es nun , bey gehöriger Behandlung , wieder eben so nütz­lich seyn werde, als es vor 50 Jahren war« Dies ist zur Empfehlung genug getagt!

Gottesdienst am 12. Novcmbr.

In der St. Paneratiuslirche. Mor- §ens Herr Superintendent Bechtold. Nach­mittags Herr Superintendent Müller.

In oer Bmgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Supe­rintendent Schulz.

Morgen den 12. Nvv. hat das Frisch­backen der Beckermeister Bieffel, auf Otm Sclzersweg.

Gebohrne und Getaufte bei der Stadt- kircbe.

Am 5. Nov. Dem Burger und Fuhr­mann , Joh. Melchior Schwan, em Sohn.

Eod. Dem Bürger und Rothgeiber, Andreas Plank, ein Sohn.

Am 6. Nov Dem Burger und Kauf­

mann Christian Gerh. Tasche, eint Tochter.