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Obrigkeiten mit dem gehörigen Nachdruck ausführen können. Sie erfordert nach Verhältniß mit dem Nutzen, zwar emen aerinaen, aber ins Grosse genommen, doch einen beträchtlichen Aufwand, und jur Beharrlichkeit, Machtsprüche..
E- ist schon oben ein Maasstab angenommen worden, daß auf ein Land von coo Quadratmeilen Flächen Jnnhalt, zur Besitzung von lvo Meilen Strassen, eine l-albe Million Bäume erfordert werde. Ein Land von dirser Grosse ist schon beträchtlich, unddessen Regent, oderweran Reg-nttnstelle da ist, hat schon viel Vermögen. Wenn freilich eine so grosse Ar.zal Baume evkauft werden müssen, die aber schwerlich auf einmal zu. bekommen seyn würden, dann könnten die grossen Kosten von der Unternehmung abschrecken. Wenn ich aber aus einer mehr als 20 jährigen Erfahrung bezeugen, und durch sichere Rechnung erweisen kann,- daß man durch Anle- auna grosser Baumschulen, einen versezba- ren Baum um die Helfte, um höchsten* drei Batzen erhält:, so solte man doch von dieser Seite, keinen so grossen Einwurf machen-
Unternehmungen, die inS Grössere gehen, insoferne sie Handlung, Gewerbe, Erzeugnisse und dergleichen betreffen, er. fordern zwar immer grösser» Aufwand, aber desto grösser ist auch der Gewinst im Grossen. Die Leitung einer Unternehmung, schon die Zurüstung derselben, sie sey qroß oder klein,, erfordert doch allemal > einen guten Kopf, der für sein Talent, für seinen Fleiß gut bezalt seyn will. Ob zehen tausend oder nur ein tausend Ab- drücke von einer Schrift gemacht werden, das verursacht nur wenigen Unterschied in den Kosten, in dem Verkaufspreis aber sehr viel. Fast eben so ist es mit der Baumzucht beschaffen. Wo auf einem
Plaz in einer gut angeordneten Baumschule, eine halbe Million Bäume zugleich angezogen wird , da wird nach Abzug aller. Kosten der versezbare Baum kaum auf zwei Batzen kommen..
Es scheint demnach, daß die Desörg- niß der allzugrossen Kosten so ziemlich gehoben sey, und es dürfte auch die Baumzucht im Grossen weit mind'.r Schwierig* feit finden, al» die Besetzung der Landstrassen. Ehe mqn hieran nur denken darf, müssen vorerst die Straffen so zugertchtet werden , daß man einen guten Erfolg von dem Wachstbum der Bgume hoffen kann. An der nöthigen Zeit hierzu wird es nicht fehlen, bis die Bäume aus einer anzule- genden Baumschule zum Versetzen fertig werden. Steinstrassen machen einem Lande Ansehen und Gewerbsie verschaffen viele Gemächlichkeit zum Wandeln , Reiten und Fahren, aber zum Baumwuchö tragen sie Nichts bei. Inzwischen sollten gleichwohl diejenigen Strassen, deren Seiten man mit Baumen besetzen will, soviel möglich gerade laufenund auf beiden Seiten mit Gräben versehen seyn. Die Erde aus den beiden Gräben, wird auf die Strasse ge* warfenum selbige dadurch etwa- zu er» höhen.
Gegen die Besetzung- der Strassen' dürfte vielleicht noch eingewendet werden, daß in Ländern, wo vieler Feldbau und WeinwachS ist, der Schatten so vieler Obstbäume nicht allein dem Getreidebau nachtheiliq, sondern auch der Wirkung der Sonnensiralen hinderlich seyn — und einigen Abgang an Wärme auf der Erdfläche verursachen könne, Andere möchten sagen, daß der BaumsäMten das AuS- trofnen der Straffen aufhalte , die dadurch^ schlimmer werden müßten. Da nun ober die Schatten einer halben Million Bäume, jeden auf eint Quadratruthe angenommen.


