Ausgabe 
8.4.1797
 
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) 55 c

9. §ämme von Weintrauben/ wenn sie noch grün sind.

10. Die Hülsen mehltgter Substanzen/ als von Ervftn , Bohnen, Linsen/ Roggen, Gerste.

il. Die Schoten von Erbsen und Boh- nCi2. Die Haut oder Hülse aller Stein­früchte , als von Kirschen, Aprikosen, Pflaumen, Pfirsichen, Prunellen.

r z. Die Schale des Kernobstes, und die Deeien, wie auch tue Schale von Aepfcln, E-irnen , Johannis und Srachelbeeren, Pommeranzen, Citronen; Orangeat und Zitronat sind, ungeachtet ihrer Zuberei­tung schwer zu verdauen. ...

14. Die inneren Samenbehaltmpe oder Griebse von Früchten , welche keine Kerne haben , wie die von Aepfeln und Birnen.

' 15. Die hvlzigten Samenkerne, wie die von Pflaumen und Kirschen. Die Sa- Minkörner verlieren durch den Aufenthalt im Magen ihre Kraft zur Fortpflanzung nicht, bei einigen scheinen sie sogar ver- roebrt. Alle diese Speisen können noch- wendiger Weise sehr wenig Nahrung geben.

11.

Minder unverdauliche Substanzen.

A, Thierische Substanzen.

1, Schweinfieisch, und alles, was dar­aus bereitet wird.

2. Gekochtes Blut.

2. Hartqesottne Eierdotter.

4. Eierkuchen Die auf Butter geschla­genen Eier haben fast allezeit einen Ge­schmack wie Schwefellebcr angenommen, welche letztere aus dem im Eiweiß stecken­den fi<r'en Alkali, und aus dem in den E'erdvttern von Hrn. Deyeux gefundenen Schwefel erzeugt wird.

5. Eierkuchen mit Speck gebackenver­dauen sich überaus schwer. Es ist öfters eine Same entstanden.

B. Vegetabilische Substanzen.

6. Die rothen Kräuter zum Sallater Laktuken, Löwenzahn, Brunnenkresie, Ct- rhorien. Die Bitterkeit, welche einige von ihnen bei sich führen, scheint die Verdau­ung zu befördern.

Die Mischung von Oel und Essig/ wo­mit man die Sallate macht, würde die Verdauung dieser Speisen noch mehr ver­zögern, wenn man nicht Salz und Pfef­fer hmzuthäte, welche der Wirkung von Oel und Essig die Wage halten.

7. Weißkraut oder weißer Kohl ist offen­bar unverdaulicher als Braunkohl, unddie großen dicken Strünke und Fasern in den Blättern lassen sich noch schwerer, al» die Blätter und feinern Strünkchen verdauen»

8. Melde, Mangold und Carduen.

9. Gekochte und rohe Zwiebeln, Porre.

10. Merrettig, rothe und gelbe Rüben, so wie auch Cichorien, sind, wenn man sie als Sallat genießt, unverdaulicher, als sonst.

il. Das Fleisch von solchem Kernobste, welches nicht zum saftigen gehört.

12. Neugebackneö Brod hat starke Säurt und Unverdaulichkeit erweckt.

13. Frische und trockne Feigen.

14. Das Pastetengebacke hat jedesmal unerträgliche Säure verursacht.

15. Alle diese Substanzen werden desto unverdaulicher, wenn sie in Butter oder Oel geschmort oder geröstet sind.

Ob sich gleich diese Nahrungsmittel im Magen nicht vollkommen aufiösen, so hat Herr Gosse bemerkt, daß sie ihre Aufiö. sung während ihres Durchganges durch die Gedärme vollenden: es sei nun, daß dieses durch die fortgesetzte Wirkung der Magensäfte, oder durch die Vermischung mit der Galle u s. ro. geschieht.

Der Verfolg im nächsten Stück.

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