Tins an den Zrieden.
Meine Leute sagen immer: Morgen kommt die Friedenspost.
Aber Tina freut sich nimmer;
Denn ihr fehlt ihr Augentrost. Ach! ich arme bin allein.
Christel sieht die Thränen nicht. Die ich auf mein Strikzeug weine Bei der Lampe düster» Livchr.
Freundlich gefangen Hielt mich dein treuer Sinn. Mich thut verlangen, Wo du bist kommen hin. Alles ist um mich todt. Hab' geweint meine Augen roth. Weiden thränen am Bach, Waldvöglein singen mir nach: „ Auf den Schnee „ Folgt der grüne Hvfnungsklee.
Lorbeern wollft du pflücken, sahst die Schlange nicht. Sie that dich berücken, bliest aus deines Lebens Licht. Da gaben sie ihm beim Mondenschein Drei Salven in die Erd hinein, Nun schlummert er in der Erde.
Wie ist so klein dein Häuschen, so kühlig und düster dein Sitz! Da tribbelt, da trabbelt kein Mäuschen, da siehst du nicht Sonne noch Blitz. Don aussen ist da« Häuschen grün, und innen wohnen Würmer drinn.
Blumen wollt' ich pflücken, . zu deinem Bräutigams-Kranz, wollt' dich gar schön mit schmücken zu unferm Hschzeittanz.
Zzl pstanz' ich dir zur Morgengab, drei Rosmarine auf dein Grab, und weine bittre Thronen drauf, die gute Erde nimmt sie auf, und auch mich Arme. — w.
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Der verständige Hausarzt, von Gott: heb wohlgemut!-.
Verfolg.
9) Kindbetterinnen befinden sich in tu nem gefährlichen Zustande. Sobald daher ihnen etwas Verdächtiges zustcht, so muß man gleich nach einem guten Arzte laufen.
10) Bist du krank, so bestrebe dich heiter zu seyn, lasse keine Schwermuth überhand nehmen, vertraue auf Golt, und ergieb dich freudig seinem väterlichen Willen.
11) Krankenwärter und Krankenwärterinnen müssen dem Leidenden sein Elend zu erleichtern suchen, durch Heiterkeit/ Fleiß und Willigkeit, undbesonders bei ansteckenden Krankheiten den Umgang mit andern Meirichen so viel möglich meiden.
Wie man es anzufangen hat, daß die Kinder gesund und stark werden.
O laß mich, Gott! mit Sorgfalt meiden. Was meines Körpers Wohlfcyn stört * Daß nicht, wenn feine Kräfte leiden, Mein Geist den innern Vorwurf hört; Du bist selbst Störer deiner Ruh! Zogst selbst dir deine Krankheit zu!
i) Nur gesunde Eltern können c\e*' sunde Kinder zeugen. Deswegen mußt du im Heirathen nicht nur darauf sehen, oh dein Ehegatte reich und ansehnlich, sondern besonders auch, ob er gesund sey.
2) Das Wickeln und Wiegen sind ungesund und unnötbig/ sobald man die Kinder nicht daran gewöhnt. Auch lernen sie das Laufen wohl von selbst, ohne Gängelband.
3) Das Saugen muß ein Jahr oder ein Vierteljahr darüber dauren. Milch, dünner Brei, Gerstenschleim und Wasser sind die besten Nahrungsmittel für kleine Kinder. Aber der zähe, dicke Mehlbrei ist Gift.
4) Bade


