Stroh, Rohr, Matten, zu Me kom­men. Da die jungen Pflanzen, schatten - vor der Sonne nicht vertragen können, so wähle man ja kein Beet, wo in der Rahe große Baume stehen.

Man thut wohl, wenn man das Saamenbeet noch vot Winters, oder auch im Winter, wenn es die Witterung er» laubt, umgrabt, und dieses im Frühjahre wiederhohlt. In der Mitte des Aprils säet man nun seinen Samen (diesen gut und ächt zu erhalten, sey man ja bedacht,) dicht aus. Man kann ihn entweder aus der flachen Hand, wie jeden andern Saa- men auf dem Beete hcrumstreuen, oder auch in Reihen, die 6 Zoll von einander sind, aussäen, so wie man ungefähr die Gurken zu legen pflegt.

Man mag nun aus flacher Hand oder Reihenweiö säen, so muß der Same sehr leicht, und höchstens einen, oder auch nur einen Halden Zoll mit guter Erde bedeckt werden. Bei feuchtem Wetter hat man nichts weiter zu thun; bei trocknem Wel-- ter hingegen muß man das Saamenbeet ganz schwach begiesen, und das nach Be­schaffenheit der Umstände deö Tags ein- oder zweimal. Unter dieser Behandlung wird dann der Saame bald guellen und aufgehen, und wie die ersten Samenblät­ter der Gurken erscheinen. Ist Lage und Witterung günstig, so kann in Zeit von 14 Tagen der Saame aufgehen, doch kön­nen leicht Umstände eintretten, die das geschwinde Aufgehen verhindern, man darf deswegen nicht verzagen, sondern nur et­was in Gedult stehen.

Sind einmal die Keime der Akazie durchgebrochen, so muß man mit aller nur möglichen Sorgfalt alles Unkraut fleiflg ausjaten, und nicht das geringste davon Auskommen lassen, Es ist deswegen-

thig, die Saamenbeete nicht über 4 Schuh breit zu machen, damit man mit Leichtig­keit Vas Ausjäten des Unkrauts besorgen kann.

So wie nun die Pflanzen wachsen, und die Sonne starker wirkt, muß man auch mit dem Begiesen zunehmen, dies aber wenn noch kalte Nächte zu erwarten, des Morgens, in Mm andern Falle aber Abends besorgen. Beim Begiesen selbst ist es nöthig , alle Vorsicht zu gebrauchen, damit man die Pflanzen nicht zu sehr über­schwemme, theilö werden sie dadurch ab­gebrochen, theiis durch die zu große Nasse welken sie.

Der Hauptwachsthum der Pflanzen erfolgt, wenn die Tage anfangen kürzer zu werden, denn vorher hatten sie mit ih­rer Bewurzelung zu thun. Haben aber die Wurzeln einmal eine gewisse Stärke erreicht, so ist das Wachsthum unaufhaltbar bis in den späten Herbst. Nun wird es aber rathsam und nöthig, daß man im Sep­tember mit dem Begiesen sparsamer werde, und im Oktober ganz aufhöre; denn die Hauptregel geht nun vorzüglich dahin, die jungen Pflanzen , die bisher noch zu weich und krautartig waren, zu nöthigen, sich zu verhoizen. Dieses wird noch mehr da­durch befördert, wenn man die Kraft der Sonne, auf den Boden zu wirken, zu hemmen sucht, wodurch sich zwar das Wachöthum in die Lange zu vermindern anfängt, die krautartigen Spitzen der jun- gen Bäume sich hingegen in Holz verwan­deln , und um so mehr der kommenden Winterkälte widerstehen können. Dies er­reicht man durch eine Laubdeckei. Man sammlet nämlich Laub, das in dem vori­gen Winter von den Bäumen abgefallen war, und hebt es an einem trocknen Orte auf. Dies Laub streuet man gegen das Ende des Septembers zwischen die jungen

Baume,