Ausgabe 
5.8.1797
 
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setzen pflegt.

Die Hauptsache bei der Kultur der Akazie besteht in der zwcckmäsigen Aus­wahl der Beete , in welche man den Saa- men aussaen will. Ihn gleich ins Freie wie andere Holzsaamen hiuzusäen, das geht gar nicht an. Man muß absolut ei­nen größern oder kleinern Theil seines Gar­tens dazu bestimmen, und den besten und am stärksten gedüngten Boden dazu wäh­len, der gegen die scharfen Nordwinde Schutz hat, aber dem segnenden Einflüsse der. Sonne recht ausgesetzt ist. Sollte das Beet keinen rechten Schutz vor den Nord­winden haben, so muß man durch eine niedere etwa x 1/2 Ellen hohe Wand von

Stroh,

Jahren liefert. Ihr Holz hat die näm­liche Hitzkraft wie ausgewachsenes Buchen­holz , ja die Kohlen von ihr übertreffen, an Güte jene vom Buchenholz. Aber das ist noch nicht alles. Ein Wald von Aka­zien ist beinahe unzerstörbar. Wird er im Frühlinge abgehauen , ss schlagen _ seine Wurzeln wieder so aus, daß im Herbst schon wieder ein dichtes Buschwerk von jun­gen Ausschlägen da steht, die öfters biS io Schuhe Höhe und eine verhaltnismasige Dicke erreicht haben. Wo man eine Wur­zel verwundet oder durchschneidet, da treibt sie neue Ausschößlinge, und wo man im Boden ein kleines Stück Wurzel zurück läßt, da schlagt sie wieder aus, und treibt einen jungen Baum hervor. Sosehr übri­gens die Akazie unfern Himmelsstrich ver­trägt, und so ausdaurend sie auch ist, so zärtlich ist sie jedoch in ihrer ersten Jugend, von der Saatzeit an bis zum folgenden Frühiahre, wo sie dann schon hinlänglich verholzt ist. Hat man sie in dieser Zeit gehörig gewartet und gepflegt, dann er­halt sie mit ihrer Wurzel das vollkommenste Ausdaurungsvermvgen, obwohl man sie im ersten Jahre noch nicht auf den für die Zukunft für sie bestimmten Standpunkt zu

Eigen schäften:

Die Akazie hat nach den vielen gewach- -en Beobachtungen, die so nützliche U- genschaft, in kurzer Zelt, sowohl in d r Länge, Dicke, als auch Dichte und Fe­stigkeit ihres Holzes die bewundernswür­digste Schnellwuchsigkeit zu zeigen.' jn Qeit von 12 Jahren liefert sie die nämliche Mnge Holz, die eine Büche kaum m 8»

Kurze Belehrung über den Anbau des unacheen Akaffenbaunm.

Bei dem immer mehr sich zeigenden Holzmangel, wo zu befürchten, daß m wenig Jahren, sowohl Brenn- a.s auch Bauholz und Kohlen zu einem beinahe un­erschwinglichen Preise steigen were-n , ist cs jezt die höchste Zeit Forstbedimle und Landwirthe zu ermuntern, doch so mel m ihren Kräften steht, beizutragen, den so drückenden Holzmangel zu beseitigen.

Adeliche und andere Guthsbesitzer wür­den sich bleibende Verdienste erwerben, wenn sie sich als Vorgänger ihrer Unter- tb-nm!-,4-n w°!Mn. Ihr wu-r- grmunttrung für SSirlt styn , >hr- Ha»d! nicht in Schooö zu legen, sondern thaNg tum allgemeinen Besten zu werden, wofür sie gewissen Dank ihrer Zeitgenossen, noch mehr aber der Nachkommen zu gewarten haben.

DaS hier Folgende ist bestimmt, eine für« doch hinlängliche Belehrung zu ge­hen, wie eine, jezt allgemein als gut und nützlich anerkannte Holzart, sowohl bei der Aussaat, als auch bei der Punzung und fernem Wartung, zu behandeln sey.

Diese Holzart ist nun , nachdem vor­züglich in unfern Zeiten gemachten Beob­achtungen , die unachte Akazu, die man auch den Virginischen Schotkendorn, oder Heuschreckenbaum, und nach Lmn- R°bl" jiia pfcudoacacia nennt.