Ausgabe 
3.6.1797
 
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Aach Michael gegen den Monat Oktober pflanzt man die Pflanzen in trockne» Erd, reich, das lange mit Mist gedungen ist, an der Sonne liegt, und den Einflüssen der Nord - und Ostwindes offen steht, gräbt es um, und macht es derb. 7) Wenn man die Pflanzen setzen w.ll, muß man sie bis an das Herz in die Erde schar­ren, jede zwei Fuß voneinander, Reihen- weis, so daß nur drei Rachen auf das Beet kommen. 8) An jedem Ort, iro eine Pflanze stehen soll, muß man sie drei Fuß lind einige Zoll von einander, im Trian­gel setzen. 9) Wenn man die Pflanze ein­gesetzt hat, muß man sie etwas befeuchten, io) Die jungen Pflanzen muß man zum spatesten gegen Ende des Monats Oktober einlegen. 11) Ist es nöihiq, sie nicht allein mit der größten Behutsamkeit aus der Erde zu nehmen, sondern man muß auch die Wurzeln ein wenig beschneiden. 12) Damit man auch, was vorrathig ist, behalt, um die Pflanzen, die im Winter ausgehen, wieder zu ersetzen, so pflanzt man die übrigen Stücke von dem Mistbeet in ein Gartenbeet, eines so weit al» da- «ndere. (Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.

1) Dem Publicum und den dabei in» teressirten chrsttlichen und. jüdischen Han- delsleuten wird auf ausdrückliches Verlan­gen hiermit bekannt gemacht: daß der auf Dienstag den izten Juni d. I. einfallende Dieh-Markt, ohngeachtet der dahier an- yoch obwaltenden Kriegs-Unruhen, wie gewöhnlich gehalten werden, auch durch die besagte Kriegs-Unruhen auf keine Wise eine Stöhrung erleiden wird. Langgöns

zoten Mai 1797-

Fürst!. Hess. Iustizamt daselbst, C. G. v. Zangen.

a) Den I2ten Julii 1797. ist in Mar» tzurg eint Bücherversteigerung. Der,«»

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lalog ist allhier in der Kriegerschm Buch­handlung zu haben.

Todes - Anzeige.

Der Vorsehung gefiel e» meine Schwee, ster, die junqfer Elisabeth- Milhclmma 1Äriegern, im Zöllen Jahr jpre» Alters am zeten May Adend»6Uhr von dieser Wett in die Ewigkeit abzurufen; ich halte für Pflicht Ihren Tod allen un» fern Freunden und Verwandten bekant zu machen, mich ergebenst zu empfehlen und übrigens alle Eondolenz zu verbitten. Giessen den zten Juni 1797.

Johann Christian Lrieger.

Gottesdienst am ersten Pfingsttag.

jn der St. Pancratiusknche. Mor­gens um 5 Uhr Herr Stipendiatenmajor Diehl. Um 9 Uhr Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Superinten­dent Müller.

In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Am zweiten Pfingsttag.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Professor Palmer. Nachmit­tags Herr Superintendent Müller.

jn der Buiqkirche. Morgen» Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Supe­rintendent Schulz. '

Morgen den 4. Juni hat das Frisch­backen der Beckermeister Kempf, auf dem Selzersweg.

Getaufte bei der Stadtkirche.

Am 28. Mai. Dem Beisassen Jost Melchior Münch, ein Sohn.

Beerdigte.

Am gl.Mai. Dem Burger und Kie­fer, Georg Hegpich Loo», eine Tochter.

Beerdiaee hei der Burgkirche.

Am zi.Mai. Der Elisabetha Wahlin unehelicher Sohn, alt; Jahr.'